Wirtschaft

Tepco: Verlust von 7,4 Milliarden Dollar- im letzten Quartal

Der Betreiber der inzwischen zur langjährigen verkommenen Atomruine von Fukushima I, Tepco (The Tokyo Electric Power Company), muss einen Quartalsverlust von 7,4 Milliarden Dollar (571,8 Milliarden Yen) bekannt geben. Der Verlust beinhaltet auch Abstellungen von 400 Milliarden Yen (5,2 Milliarden Dollar) für die Auswirkungen des Super-Gaus von Fukushima. Mit dieser Summe sollen die Kosten für die Umsiedlung von 80.000 Menschen rund um das havarierte AKW Fukushima I aufgefangen werden, die langfristigen Kosten würden das Unternehmen komplett aufbrauchen.

Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen hat Tepco, wohlwissend, keine Aussichten oder Prognosen erstellt, ein ungewöhnliches Vorgehen eines börsennotierten Unternehmens. Doch die Schäden, die im Zuge des Super-Gaus von Fukushima enstehen, sind bislang nicht mal ansatzweise zu titulieren. Fraglich ist auch, ob und wieviel die japanische Regierung an Kosten wird übernehmen können. Nach den Explosionen und den Kernschmelzen in den Reaktoren von Fukushima sind die örtlichen Anbaugebiete völlig verseucht, landwirtschaftliche Produkte aus der Region sind größtenteils aus dem Handel abgezogen. Betroffen von der radioaktiven Kontamination sind auch industrielle Produktionsstätte vor Ort.

Allein für diese bezifferbaren Produktionsverluste muss Tepco mit  130 Milliarden Dollar rechnen, so erste Einschätzungen. Der Gesamtumsatz für 2010 (also vor Fukushima I) lag bei knapp 61 Milliarden Dollar. In der vergangenen Woche hat das japanische Parlament darüber beraten, ob Tepco Zahlungen vom Staat erhält, um die Entschädigungssumme aufbringen zu können. Tepco hat derweil bestätigt ab Oktober erste Entschädigungszahlungen zu tätigen.



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