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ThyssenKrupp und Siemens: Fusionspläne dementiert

Die „Wirtschaftswoche“ berichtet in ihrer jüngsten Ausgabe, dass ThyssenKrupp und Siemens über eine mögliche Fusion sprechen würden. Sollte dies zutreffen, würde die deutsche Wirtschaft mit wohl der spektakulärsten Fusion ihrer Geschichte konfrontiert. Siemens dementierte indes den Bericht.

Arbeitnehmervertreter stehen Fusion offenbar positiv gegenüber

Bezeichnend ist jedoch, dass ThyssenKrupp den Bericht bislang nicht dementiert. Laut dem Bericht der „Wirtschaftswoche“ soll ein Arbeitnehmer-Vertreter im ThyssenKrupp-Aufsichtsrat davon gesprochen haben, dass „alles denkbar sein müsse, was vorstellbar sei“. Bei Siemens soll insbesondere die Arbeitnehmerseite derartige Gedankenspiele gehegt haben, so der Bericht weiter. Thyssen-Krupp versucht derweil den Absprung vom Stahlkonzern zum Technologiekonzern. Eine Fusion von ThyssenKrupp und Siemens würde insbesondere ThyssenKrupp helfen, sein Wachstumspotenzial mit dem Know-how von Siemens voll auszuschöpfen.

ThyssenKrupp: Marineschiffbau als Technologiezweig

Das derzeitige Technologiesegment von ThyssenKrupp besteht vor allem aus dem Marineschiffbau sowie der U-Boot-Fertigung. Daneben beherbergt das Unternehmen noch eine Aufzugbausparte und den technischen Anlagenbau. Siemens und ThyssenKrupp haben zudem bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet. Bei der Transrapid-Planung und Ausführung kam es zu einer Kooperation beider Unternehmen. Siemens hat zwischenzeitlich den Bericht der „Wirtschaftswoche“ dementiert. Bezeichnend ist jedoch, dass ThyssenKrupp den Bericht nicht dementieren ließ. Insofern bleibt offen, ob die Fusionspläne nur einseitig vorgenommen werden oder ob gar eine feindliche Übernahme im Gespräch ist. Allerdings gehört Siemens zu den teuersten Unternehmen weltweit, insofern dürfte auch dies fraglich sein. Näheres dürfte in den nächsten Tagen bekannt werden, wenn ThyssenKrupp sich zu dem Bericht der „Wirtschaftswoche“ äußert.



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