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Toshiba kauft Kassensystem-Bereich von IBM

Der siebtgrößte Elektronikkonzern der Welt Toshiba kauft von IBM den Geschäftsbereich point-of-sale (Kassensystem) für 850 Millionen Dollar (ca. 649 Millionen Euro), damit steigt Toshiba zum weltgrößten Anbieter für point-of-sale Produkte auf. Point-of-sale meint das elektronische Kassensystem, kann aber neben dem Einsatz im Einzelhandel auch für firmeninterne Belange (wie Aufnahme und Prüfung des Lagerbestands etc.) genutzt werden.

Der Markt für elektronische Kassensysteme wächst weltweit. Im vergangenen Jahr hat der Bereich point-of-sale von IBM einen Umsatz von 1,15 Milliarden Dollar generiert, in diesem Bereich beschäftigt das Unternehmen rund 1000 Mitarbeiter.

Beobachter werten den Aufkauf von Toshiba als verständlichen Schritt, zumal der japanische Yen in den vergangenen 12 Monaten zum Dollar 12 5 gut gemacht hat. Damit befinden sich japanische Firmen in der angenehmen Position, Akquisitionen im Ausland zu günstigeren Konditionen zu bewerkstelligen. Zudem verläuft die wirtschaftliche Entwicklung in Japan eher schleppend, Konzerne schauen sich auf dem Weltmarkt um.

So wurden 2011 über 600 Firmen aus dem Ausland aufgekauft, dafür investierten japanische Firmen insgesamt 70 Milliarden Dollar. Toshiba wird seine marktführende Position im Bereich der elektronischen Kassensysteme durch den Aufkauf der Sparte von IBM weiter festigen, der Verkauf soll im dritten Quartal abgeschlossen werden.

 

 



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