Gesundheit

Tuberkulose: Neue Therapie verspricht Heilung

Tuberkulose galt lange in Europa als eine Geißel der Menschheit. Mit zunehmender Hygiene und entsprechenden Medikamenten schien der Kampf gegen die Infektionskrankheit zu gelingen. In letzter Zeit bereiten Multiresistenzen Sorgen. US-Forschern ist es jetzt gelungen, einen Wirkstoff über eine Gentherapie auf den Erreger der Tuberkulose anzusetzen.

Neues Medikament gegen Tuberkulose

Hinter der Bezeichnung BCG verbirgt sich Bacillus Calmette-Guérin, ein Wirkstoff, den die Medizin eigentlich bereits seit längerer Zeit kennt. Allerdings war der Wirkstoff alles andere als ein durchschlagender Erfolg – unter anderem aufgrund der erheblichen Nebenwirkungen. Die Folge: In Deutschland ist BCG seit 1998 nicht mehr im Einsatz.

Allerdings könnte ein neues Medikament vielleicht zu besseren Heilungschancen führen, denn die US-Forscher haben anhand einer Genmanipulation bei Mäusen eine erfolgreiche Therapie im Ansatz testen können. Kern des Ganzen ist der harmlose TBC-Verwandte Mycobacterium smegmatis, dem die Wissenschaftler ein Gen entfernten.

Mit Gentherapie gegen TBC-Erreger

Diesem Erreger wurde das esx-3-Gen entfernt und anschließend das Bakterium den Mäusen verabreicht. Die Folge: Der Erreger wurde für das Immunsystem der Tiere enttarnt. Erfolgte anschließend eine Infektion mit dem TBC-Erreger Mycobacterium tuberculosisa, konnte die Immunabwehr dagegen erfolgreich vorgehen. Die Forscher konnten keine Erreger im Gewebe der Mäuse mehr feststellen.

In einem weiteren Experiment stellte sich heraus, dass bereits eine Übertragung der T-Helferzellen ausreichte, um die Immunisierung aufzubauen. Es könnte sich mithilfe der neuen Therapie also durchaus ein Heilungsansatz für Tuberkulose erreichen lassen, welcher aufgrund der langsam, aber stetig wieder zunehmenden Fallzahlen dringend erforderlich ist, um TBC an der weiteren Ausbreitung zu hindern.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.