Wirtschaft

Twitter-Aktie: Verlust im 4. Quartal 2014

Immer weniger Menschen nutzen Twitter, was sich in der Bilanz 2013 niederschlägt. Dies wirkte sich auch negativ auf die Twitter-Aktie aus.

Nun wurde für die Microblogging-Plattform ein Nettoverlust in Milliardenhöhe im viertel Quartal 2013 verzeichnet. Niemand hätte erwartet, dass die Aktie soweit abstürzt.

Was ist das Problem?

Der Kurznachrichtendienst Twitter konnte im vierten Quartal 2013 nur noch wenige Nutzer für sich begeistern. An der Börse hatte man sich mehr Zuspruch erhofft.

Twitter ist in aller Munde. Jeder kennt den Kurznachrichtendienst. Nur versteht ihn kaum jemand. Darin sieht auch Vorstandschef Dick Costolo das Problem. Er will alles dafür tun, dass Twitter weiter erhalten bleiben kann und will das Verständnisproblem aus der Welt schaffen.

Aktie verlor 18 Prozent

Das niemand den Nachrichtendienst wirklich versteht, behindert das Wachstum von Twitter. Die Anleger zeigten sich im vierten Quartal enttäuscht, als die Aktie bis zu 18 Prozent verlor und damit auf 54 Dollar abstürzte.

Die Microblogging-Plattform konnte weniger Nutzer für sich begeistern. Im dritten Quartal waren laut Twitter 232 Millionen Nutzer pro Monat aktiv. Im vierten Quartal waren es 241 Millionen. Dies entspricht einem Zuwachs von lediglich vier Prozent. Im vierten Quartal des Vorjahres hingegen verzeichnete der Kurznachrichtendienst einen Zuwachs in Höhe von 30 Prozent. Insgesamt betrug es für das Jahr 2012 39 Prozent.

Börsenbewertung – 35 Milliarden Dollar

Der Abwärtstrend muss dringend aufgehalten werden und wieder aufleben. Sonst muss Twitter damit rechnen, durch andere Anbieter, eine harte Konkurrenz zu erfahren.

Die Börsenbewertung des Nachrichtendienstes wurde mit rund 35 Milliarden Dollar angegeben, was nicht zufriedenstellend ist. Außerdem wird es durch diese Bewertung zunehmend schwieriger, vorherzusagen, ob sich Twitter wieder erholt und einen Aufwärtstrend erlebt.

Der Kurs hat sich seit Börsengang verdoppelt. Kurz vor dem Börsengang hatte sich die saudische Kingdom Holding Company mit 300 Millionen Dollar an Twitter beteiligt.

Schwankende Kursvorhersagen

Die Analysten treffen sehr ungenaue Kursvorhersagen. In den nächsten zwölf Monaten sollen die Kurse, den Analysten zufolge, zwischen 30 und etwa 70 Dollar schwanken.

Hohe Umsatzprognose

Die Attraktivität von Twitter hat für neue Nutzer zwar abgenommen, aber die Umsatzzahlen waren dennoch sehr positiv. Analysten erwarten ein Plus von 100 Prozent gegenüber dem Jahr 2012. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Umsatz 112 Millionen Dollar. Im letzten Quartal von 2013 lag er bei 243 Millionen Dollar.

Nettoverlust 250 Millionen Dollar

Die Analysten hatten Twitter einen Nettoverlust von etwa 250 Millionen Dollar im Quartal zugebilligt. Die ursprüngliche Umsatzprognose in Höhe von 511 Millionen entpuppte sich somit als böse Überraschung.

Twitter in den USA beliebt

Über mobile Werbung erreichte Twitter einen Werbeumsatz von 220 Millionen Dollar. Dies entspricht 75 Prozent. Im Vorjahr waren es 55 Prozent. Der Nachrichtendienst hatte Grund zur Freude.

Schließlich sprachen diese Zahlen deutlich dafür, dass Twitter auch auf Smartphones und Tablets genutzt wird. Ein Großteil des Umsatzes wird jedoch in den USA erzielt.

Twitter soll verständlich werden

Dick Costolo möchte das Benutzer-Interface vereinfachen. Twitter solle so aufgebaut werden, dass es für jeden leicht verständlich ist, erklärte er. Neue Nutzer sollen den Dienst binnen ‚weniger Momente‘ verstehen und nicht erst nach Wochen oder Monaten.

Durch einen Zuwachs an Neuzugängen würde schließlich auch die Twitter-Aktie wieder steigen.

Timeline-Views gesunken

Die sogenannten Timeline-Views sind gesunken. Diese geben an, wie oft sich die Nutzer News auf Twitter ansehen. Diese Zahl ist um sieben Prozent auf 148 Millionen gesunken.

Costolo erklärte, dies würde an Änderungen in der Anzeige von Tweets liegen, die vor kurzem vorgenommen wurden. Tweets, die zusammen gehören, werden nun zusammenhängend angezeigt. Die Nutzer müssten dadurch weniger suchen. Dem fügte er hinzu, dass sie sich dadurch aber auch überfordert fühlen könnten oder sie nicht das finden, was sie suchen.

Dies soll sich laut Costolo nun ändern. Bisher orientierten sich die Nachrichten an einer sogenannten Timeline, dem Datum. Twitter könne einen viel besseren Job machen und die Inhalte richtig organisieren, hieß es weiter.

Aus dem Kurznachrichtendienst soll, wie er sagt, nun ein besseres Twitter werden. Nun sollen die Nutzer auch mit einzelnen Freunden sprechen können, statt sich nur an die Allgemeinheit zu wenden.

Umsatzprognose 2014

Für das gesamte Jahr 2014 soll der Umsatz Prognosen zufolge von 1,15 Milliarden Dollar auf 1,2 Milliarden Dollar steigen.

Im laufenden Quartal liegt die Umsatzprognose zwischen 230 bis 240 Millionen Dollar.



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