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Ubuntu: Canonical findet Partner für Ubuntu Touch

Das hinter dem Linux-Betriebssystem stehende Unternehmen Canonical hat einen ersten Hardware-Partner für sein mobiles Betriebssystem Ubuntu Touch gewinnen können. Canonical hat hiertzu einen Vertrag mit einem Partnerunternehmen abgeschlossen.

Das Hardware-Unternehmen wird zukünftig Ubuntu Touch auf einem der unternehmenseigenen Smartphones vorinstallieren. Dies teilte Mark Shuttleworth, Gründer von Canonical, im Rahmen eines Interviews in Paris mit. Den Namen des Partner-Unternehmens nannte er jedoch nicht. Shuttleworth erklärte jedoch, dass es bereits im kommenden Jahr ein Ubuntu Touch-basiertes High-End-Smartphone mit dem Linux-Betriebssystem geben wird.

Zukünftig Partnerschaft zwischen Canonical und Facebook?

Shuttleworth teilte wörtlich mit: „Wir haben unser erstes Abkommen geschlossen, Ubuntu auf Mobiltelefone auszuliefern.“ Zudem teilte Shuttleworth weiter mit, dass sein Unternehmen bereits mit vier weiteren potentiellen Partnerunternehmen Gespräche führen würde. Offenbar handelt es sich dabei um etablierte Unternehmen, die viele Mobiltelefone in den Markt bringen. Wörtlich sagte Shuttlewort: :“Sie verkaufen eine Menge Telefone weltweit, in sich entwickelnden und voll entwickelten Märkten, an Geschäfts- und Privatkunden.“

Ubuntu Touch muss sich dabei gegen die Vormachtstellung der derzeit etablierten übrigen Betriebssysteme wie Android und iOS durchsetzen. Daneben gibt es noch weitere Konkurrenten wie Windows Phone, Firefox OS oder Tizen. Shuttleworth ist jedoch überzeugt davon, dass Ubuntu Touch seinen Platz im mobilen Endgerätemarkt finden wird. Insbesondere will Canonical zukünftig Partnerschaften mit Facebook, LinkedIn, Evernote oder Pinterest eingehen.

Ubuntu Touch: Frischer, aufgeräumter und moderner

Ubuntu Touch hebt sich von den etablierten mobilen Betriebssystem insbesondere durch sein aufgeräumtes Design und sein frisches Auftreten ab. Zudem gilt auch der Open Source-Gedanke von Ubuntu als Verkaufsargument.

Shuttleworth glaubt jedenfalls an sein Produkt. Einer der Grundgedanken von Ubuntu Touch ist es auch, langfristig den Desktop-PC entbehrlich zu machen. Kann doch das Smartphone mithilfe einer Docking-Station als zukünftiger PC-Ersatz dienen. Erste Prototypen hat Canonical in dieser Hinsicht bereits getestet. Zuletzt versuchte Canonical über die Crowdfundingplattform Indiegogo eine Finanzierung für sein Ubuntu-Smartphone mit dem Namen Ubuntu Edge zu erzielen.

Ubuntu und Ubuntu Touch bald die führenden Betriebssysteme?

Insgesamt kamen 12,8 Millionen Euro zusammen. 19 Millionen galten als von Canonical selbstgestecktes Ziel. Dennoch galt das Crwodfunding-Experiment zumindest in Hinsicht auf das Ubuntu zuteil gewordene mediale Interesse als großer Erfolg. Canonical hat sich hinsichtlich seiner hochgesteckten Ziele durch die nun erreichte Partnerschaft mit dem Hardware-Unternehmen ein großes Stück weit auf seinen eigenen Anspruchshorizont zubewegt.

Nicht zuletzt könnte Ubuntu Touch zusammen mit dem Betriebssystem Ubuntu mittel- bis langfristig eines der führenden Betriebssysteme werden. Spricht doch sowohl die Einfachheit der Bedienung als auch die, gegenüber Windows-Systemen, bestehende Sicherheit für Ubuntu beziehungsweise Ubuntu Touch. Für Canonical dürfte das Jahr 2014 ein spannendes und vor allem erfolgreiches Jahr werden.



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