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Uganda und Tullow vereinbaren Ölförderung

Der afrikanische Staat Uganda hält bedeutende Erdölvorkommnisse, um diese ausbeuten zu können, hat nun der Staat Uganda und das in London notierte Unternehmen Tullow eine Vereinbarung zur Erdölförderung, zur Errichtung einer Pipeline und zur Errichtung einer Ölraffinerie vereinbart. Der Wert dieser Vereinbarungen beläuft sich dabei insgesamt auf zehn Milliarden Dollar (7,65 Milliarden Euro).

Uganda- genug Erdöl für den heimischen Markt und Export

Die zuständige Ministerin für Erdöl, Irene Muloni, versicherte in einem Statement, dass man die Vereinbarung mit Tullow nach den Interessen des ugandischen Staates gerichtet habe, insbesondere die Steuervereinbarungen mit Tullow seien zufriedenstellend verlaufen. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte Uganda täglich 200.000 Barrel Öl fördern, genug um den heimischen Markt zu versorgen, noch genug um Nachbarstaaten wie die Demokratische Republik Kongo mit Erdöl zu beliefern. Insbesondere am Albertsee vermuten Geologen bedeutende Erölvorkommnisse, die ersten Vorkommnisse wurden 2001 aufgefunden. Da der Grenzverlauf mit der Demokratischen Republik Kongo, welche auch direkt an den Albertsee angrenzt, noch nicht endgültig geklärt werden konnte, schwelt hier ein offener Konflikt. 2007 kam es gar zu Gefechten zwischen Armeeeinheiten beider Länder. Zugleich ist der Albertsee der bedeutendste Fischlieferant Ugandas, eine Verschmutzung durch die Ölförderung könnte viele Existenzen bedrohen.

Erdöl in Uganda- Tullow will Förderrechte weiterverkaufen

Nach Bekanntgabe der Vereinbarung gab die Firma Tullow bekannt, dass man zweidrittel aller Bohrrechte an den chinesischen Erdölförderer CNOOC (China National Offshore Oil Corporation, drittgrößter Mineralölkonzern Chinas) und an die französische Total weiterverkaufen werde, bestätigte Tullow-Sprecher George Cazenove. Cazenove bestätigte auch die Errichtung einer Pipeline und einer Ölraffinerie. Man strebe zudem eine langjährige Kooperation an, da sei jede Menge Öl zu holen. Die Vergabe der Förderrechte wurde mit einem Wert von 2,9 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) angegeben.

 



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