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Ukraine Krim-Konflikt: Kerry droht Russland mit G8-Rauswurf

Der Konflikt in der Ukraine auf der Halbinsel Krim spitzt sich immer weiter zu. Nachdem es zuletzt hieß, dass insgesamt knapp 8000 russische Soldaten und paramilitärische Einheiten auf der Halbinsel Krim gelandet seien, hat nun auch die Ukraine ihre Truppen in Bereitschaft gesetzt.

Putin erhält vom Parlament Genehmigung für Militäreinsatz  in Ukraine

Die ukrainische Regierung spricht derweil von einer “Kriegserklärung“. Aus diesem Grunde hat die Regierung in Kiew sämtliche Reservisten des Landes einberufen. Stattdessen haben bewaffnete Soldaten dem Militärstützpunkt in Perewalne umstellt. Am gestrigen Tage hat Russlands Präsident Wladimir Putin beim Oberhaus des russischen Parlaments die Zustimmung für einen Militäreinsatz in der Ukraine gefordert. Das Oberhaus stimmte dabei seinem Antrag einstimmig zu. Derweil spricht der ukrainische Regierungschef Jazenjuk davon, dass sein Land “am Rande einer Katastrophe“ stehen würde.

US-Außenminister Kerry droht mit Konsequenzen

US-Außenminister John Kerry hat als mögliche Konsequenz bei einer Militärintervention seitens Russland den Verlust derG8-Mitgliedschaft ins Spiel gebracht. Wörtlich sagte Kerry, “das Wladimir Putin keinen G8-Gipfel in Sotschi haben könne, ja er könnte sogar nicht in der G8 bleiben, wenn das so weitergeht.“ Zudem kritisierte der US-Außenminister das Vorgehen der russischen Armee auf der ukrainischen Halbinsel Krim. Kerry warf Russland vor, sich zu verhalten wie es im 19. Jahrhundert Brauch gewesen sei, nämlich in andere Länder einzumarschieren mit frei erfundenen Gründen. Derweil tagen auch die NATO und die Europäische Gemeinschaft. Sowohl die USA wie auch Europa und andere Staaten bringen nun auch wirtschafte Sanktionen ins Gespräch. So könnten beispielsweise Reisebeschränkung sowie das Einfrieren von Guthaben hochrangiger russischer Regierungsangehöriger die Konsequenz bedeuten.

Berichte über desertiertes ukrainisches Militärschiff

Die ukrainischen Truppen sind derweil kampfbereit. Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk äußert sich hingegen davon überzeugt, dass Russland keine Offensive gegen sein Land starten wird. Derweil gibt es Berichte darüber, dass ein Schiff der ukrainischen Marine, die “Hetman Sahajdatschny“ zu den Russen übergelaufen sein soll. Dies zumindest meldet die Tageszeitung “Die Welt“ und beruft sich selbst wiederum auf die Nachrichtenagentur Reuters sowie Angaben aus dem Umfeld von Moskau. Mittlerweile kritisieren auch die ukrainischen Kirchen das Vorgehen Russlands.

Ukrainische Kirchen starten gemeinsamen Aufruf an Russland

Die Kirchen schrieben wörtlich “Wir rufen die russische Regierung auf, zur Vernunft zu kommen und ihre Aggressionen gegen die Ukraine zu stoppen, und sofort alle russischen Truppen von ukrainischem Boden zurückzuziehen.“ Zudem baten die ukrainischen Kirchen die EU, die USA und die UN um Hilfe. Der Aufruf wurde unterzeichnet von den orthodoxen Kirchen, der griechisch-katholischen Kirche, der jüdischen Gemeinde und von protestantischen Kirchenangehörigen. Währenddessen hat der russische Präsident Putin mit mehreren Staats-und Regierungschefs Kontakt gehalten. Ob am Ende eine Militärintervention seitens Russland in der Ukraine stattfinden wird, oder ob lediglich durch das Machtgehabe seinen politischen Einfluss auf das Geschehen der Ukraine aufrecht halten will, darf gespannt abgewartet werden.



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