Technik

US-Militär verliert Hypersonic Technology Vehicle 2

Das US-Militär bestätigt den Kontaktverlust mit dem unbemannten und experimentellen Hypersonic Technology Vehicle 2 (HTV-2), dieser Prototyp soll mit 20facher Schallgeschwindigkeit (MACH 20, oder 21.000 km/h) fliegen können. Beteiligt an der Forschung zum Überschallflugkörper ist die US-Airforce und das Militärforschungszentrum DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency), gebaut wird das experimentelle Flugzeug von Lockheed-Martin. Neun Minuten nach Start verloren die Wissenschaftler den Kontakt mit der Drohne. Ein erster Versuch am 22. April 2010 verlief erfolgreicher.

Mit dem neuen Waffensystem wären die USA in der Lage, jedes beliebige Ziel auf der Erde innerhalb einer Stunde zu erreichen. Das Fluggerät sieht aus wie eine Speerspitze, es ist erst an ein Raketensystem gekoppelt, welches das Gerät bis in den Weltraum trägt. Dort wird das HTV-2 entkoppelt und tritt mit MACH 20 in die Atmosphäre ein, das Gerät selber besitzt keinen eigenen Antrieb. Die Reichweite soll 8000 Kilometer betragen.

Der Start erfolgte am Vanderberg Air Force Base in Kalifornien, nach neun Minuten wurde der Funkkontakt unterbrochen, nach Angaben der Wissenschaftler seien außergewöhnliche Gründe hierfür verantwortlich. Das HTV-2 ist wahrscheinlich in den Pazifik abgestürzt. Die Drohne gilt als Technologieträger, also stellt gewissemaßen die Grundlagenforschung dar. Das HTV-2 ist ein Teil des so genannten DARPA Falcon Project, andere Projekte wie das Scram-Jet (z.B. BOEING X-51) gehören mit dazu. Die USA wollen schließlich auch in Zukunft die führende militärische Macht bleiben, ob dieser Rüstungskeynsianismus angesichts des desolaten US-Haushaltes aufrecht erhalten werden kann, ist zweifelhaft.



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