Technik

US-Pentagon bestätigt große Cyberattacke im März

Das Verteidigungsministerium der USA, das Pentagon, hat inzwischen offiziell bestätigt, dass eine großangelegte Cyberattacke auf die Server des Pentagons im März stattgefunden hat, mehrere tausende Dokumente wurden auf dem elektronischen Wege gestohlen. Der stellvertretende US-Verteidigungsminister William Lynn verdächtigt dabei ausländische Hacker, die wiederum hätten sensibelsten Daten der USA entwendet. Dieses Zugeständnis tauchte im Rahmen der neuen Strategie auf, die USA werden zukünftig Cyberattacken als reellen Angriff auf das Land bewerten, mit möglicher Beantwortung durch elektronische Gegenangriffe oder mit militärischem Gegenschlag.

William Lynn sagte wörtlich: “ Im 21. Jahrhundert sind Bits und Bytes gefährlicher als Kugeln und Bomben.“ Damit trägt das Verteidigungsministerium der neuen Cybergefahr Rechnung. Zum Datenklau vom März bestätigte Lynn vor der Nationalen Universität für Verteidigung in Washington, dass 24.000 Dokumente entwendet wurden, damit war diese Cyberattacke mit die größte ihrer Art in den USA. Der Angriff kam aus einem Computernetzwerk, welches schon 2008 von den USA bemerkt wurde, verdächtigt wird ein Auslandsgeheimdienst im Dienste eines Staates. In der Vergangenheit wurden solche Vorwürfe in Richtung China, Nordkorea oder Russland adressiert.

Seit 1998 haben die USA eine Cyberabwehr eingerichtet, das Department of Defense Strategy for Operating in Cyberspace wurde aufgrund eines präsidialen Erlasses gegründet. Lynn bekräftigte die Absicht, dass das Department einen reinen defensiven Charakter aufweisen würde. In der Vergangenheit tauchten kritische Stimmen (auch in den USA) auf, wonach die USA ihrerseits Cyberattacken auf konkurrierende oder unliebsame Staaten ausführen würde. In Deutschland wurde das Nationale Cyber-Abwehrzentrum (NCAZ) am 23. Februar diesen Jahres gegründet, das NCAZ bildet eine Schnittstelle für alle relevanten Behörden der Bundesrepublik (Verfassungsschutz, BND, Bundespolizei, Bundeswehr und Katastrophenschutz) um eben Cyberattacken im Vorfeld abwehren zu können. Die Welt am Anfang des 21. Jahrhunderts, eine Welt welche sich Science-Fiction Autoren aus dem vergangenen Jahrhundert kaum ausmalen hätten können.

 



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