Gesellschaft

USA: Gewerkschaften verlieren immer mehr an Einfluss

Die Gewerkschaften in den USA verlieren immer mehr an Einfluss. Ein Menetekel für die Gewerkschaften stellte die jüngst missglückte Abwahl des als gewerkschaftsfeindlich eingestellten Gouverneurs von Wisconsin, Scott Walker, dar. Zudem will eine Gruppe die sich Union Facts nennt, die Gewerkschaften zerstören. Hinter der Gruppe steht eine Tarnfirma eines Lobbyisten, der im Auftrag der US-Industrie den Gewerkschaften den kompletten Einfluss rauben soll. Im Jahre 2011 waren nur noch rund 11,8 Prozent der US-Arbeitnehmer in Gewerkschaften organisiert. Diese Entwicklung bedroht auch die Wahlkampfstrategie von Präsident Obama.

Gewerkschaften unterstützen Obama

Die Gewerkschaften galten nämlich als besonders gute Unterstützer für die Politik des Präsidenten. Zudem sammelten die Gewerkschaften zahlreiche Wahlkampfspenden für Obama ein. Wie sehr die Gewerkschaften an Einfluss verlieren, lässt sich besonders an dem Beispiel Wisconsin zeigen. In Wisconsin hat ein Spargesetz im letzten Jahr Feuerwehrleuten, Polizisten und Lehrern sowie weiteren Staatsdienern das Tarifrecht entrissen. Daraufhin brach ein Sturm der Entrüstung los. Dieser gipfelte schließlich in einem Abwahlantrag des Gouverneurs.

Abwahlantrag in Wisconsin scheiterte

Der Abwahlantrag wurde aber nunmehr mit 53,1 Prozent zugunsten des republikanischen Gouverneurs entschieden. Noch in den 50’er Jahren des letzten Jahrhunderts waren rund 40 Prozent der US-Bürger in Gewerkschaften organisiert oder besaßen Tarifverträge. Wie nun die Zukunft der Gewerkschaften in den USA aussieht, hängt nicht zuletzt
auch mit einer möglichen Wiederwahl von Obama zusammen.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.