Konjunktur

USA: Konjunktur enttäuscht auf dem Arbeitsmarkt

Der Juni hat für die US-amerikanische Wirtschaft und insbesondere für den US-amerikanischen Arbeitsmarkt keine Verschnaufpause erbracht. Lediglich 80000 neue Arbeitsplätze wurden in den gesamten USA neu geschaffen. Diese Zahlen teilte das US-Arbeitsministerium am heutigen Freitag mit. Ökonomen hatten zuvor mit mindestens 9000 neu geschaffenen Jobs gerechnet.

Schlechteste Quartal seit 2010

Die Arbeitslosenquote beträgt derweil weiterhin unveränderte 8,2 Prozent. Für den US-Arbeitsmarkt ist es das schlechteste Quartal seit 2010. Im Zeitraum von April bis Juni entstanden durchschnittlich nur 75000 neue Arbeitsplätze monatlich. Dies ist nur ein Drittel der Zahlen von Januar bis März. Insbesondere die Arbeitsmarktzahlen gelten nicht zuletzt auch als wichtiges Kriterium für den US-Präsidentschaftswahlkampf.

Keiner von Obamas Vorgängern erreichte eine zweite Amtszeit bei einem Arbeitslosenwert über 7,2 Prozent. In den aktuellen Umfragen liegen Obama und Mitt Romney teilweise gleichauf. Damit die Arbeitslosenquote konstant bleibt, muss die US-Wirtschaft nach einer Grundformel monatlich mindestens 125000 neue Arbeitsplätze schaffen.

US-Wirtschaft schiebt Schuld auf Europa

Die US-Wirtschaft gibt in Teilen der schwächelnden Euro-Zone die Schuld an ihrem Desaster. Allerdings sollte der Satz gelten, jeder kehre zunächst vor seiner eigenen Türe, zumal in einigen Ländern der Euro-Zone, insbesondere in Deutschland, die Wirtschaft recht gut dasteht. Derweil rufen einige Experten ind en USA bereits nach der Notenbank Fed.



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