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Vatikan: Papst Benedikt XVI. tritt zurück – Wer folgt?

Papst Benedikt XVI. hat zum 28. Februar 2013 seinen Rücktritt angekündigt. Der Vatikan will noch vor Ostern die Nachfolge regeln und nach den Regeln des Vatikans tritt das Konklave frühestens am 15. Tage und spätestens am 20. Tage nach dem Rücktritt oder dem Tod eines Papstes zusammen.

Sollte, wie bereits in der Vergangenheit geschehen, das Konklave länger als 20 Tage zusammenkommen, könnte es jedoch mit einer Neuwahl eines Papstes bis Ostern knapp werden. Als Konklave wird die Zusammenkunft der wahlberechtigten Kardinäle bezeichnet. Zugleich stellt das Konklave jedoch auch den Bereich des Vatikans dar, der für die Außenwelt nicht zugänglich ist. Die Wahl des neuen Papstes findet in der sixtinischen Kapelle des Petersdoms in Rom statt.

Papst Benedikt XVI.: Wahlrechtsänderung durchgesetzt

Während des Konklave werden die Kardinäle in der Kapelle eingeschlossen durch das Einschließen sollen die Kardinäle von einer Beeinflussung durch außen geschützt werden. Wahlberechtigt sind alle Kardinäle, die beim Konklave noch keine 80 Jahre alt. Die Kardinäle stimmen in geheimer Wahl ab. Sie dürfen sich jedoch nicht enthalten.

Damit ein neuer Papst gewählt wird, bedarf es einer Zweidrittelmehrheit. Papst Benedikt XVI. hatte während seines Pontifikats eine Wahlrechtsänderung für das Konklave durchgesetzt. Demnach ist die Zweidrittelmehrheit zwingend vorgesehen, egal wie viele Wahlgänge hierfür notwendig sind. Gerade angesichts dieser Tatsache, könnte es mit einer Neuwahl vor Ostern knapp werden. In vergangenen Wahlen konnten sich Kardinäle nach einer erfolglosen Wahl darauf einigen, dass die absolute Mehrheit zur Wahl des Papstes ausreicht.

Dies ist nun nicht mehr möglich. Von den etwa 117 Wahlberechtigten Kardinälen sind derzeit sechs deutsche. Neben Joachim Meisner, sind zudem die Kardinäle Karl Lehmann, Paul Josef Cordes, Reinhard Marx, Rainer Maria Woelki und Walter Kasper stimmberechtigt.

Papst kann jeder unverheiratete männliche Katholik werden

Entgegen einer weitläufigen Meinung kann jeder männliche Katholik zum Papst gewählt werden. Dieser muss weder ein Bischof, noch ein Kardinal sein, ja noch nicht einmal ein Priester. Vielmehr reicht es aus, wenn er unverheiratet ist, gläubig, katholisch und männlich ist. Zudem muss er bei klarem Verstand sein.

Die Kardinäle wählen jedoch ohne Absprache, das bedeutet, niemand darf sich für das Amt selbst bewerben. Nach einem erfolglosen Wahlgang werden die Wahlzettel verbrannt. Es steigt dann schwarzer Rauch auf. Ist ein neuer Papst gewählt, steigt hingegen weißer Rauch auf. Papst Benedikt XVI. gab für seinen Rücktritt an, dass er aus “gesundheitlichen Gründen“ vom Amt zurücktreten will.

Wird der nächste Papst aus Afrika kommen?

Bereits im Jahr 2002 wollte er aus gesundheitlichen Gründen die Abberufung seitens des damaligen Papstes Johannes Paul II. erbitten. Dieser lehnte jedoch damals ab. Der Noch-Papst will sich nach seinem Rücktritt in die Sommerresidenz des Papstes zurückziehen und danach in ein Kloster gehen. Derweil sprießen bereits erste Gerüchte, wer der Nachfolger werden könnte. Im Gespräch sind sowohl Kardinäle aus den USA beziehungsweise aus Kanada sowie aus Afrika. Deshalb könnte es durchaus sein, dass der nächste Papst kein Europäer ist.



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