Wirtschaft

Venezuela: Chavez will Goldminen verstaatlichen

Um die nationalen Reserven zu schützen hat Venezuelas Präsident Hugo Chavez angekündigt, die Goldminen im eigenen Land verstaatlichen zu wollen. Lapidar verkündete Chavez in einer Fernsehansprache, dass die Goldwirtschaft von der „Mafia“ kontrolliert werde, dieser könne nicht gestattet werden das Gold aus Venezuela zu stehlen. Laut dem United States Geological Survey (Bericht) befindet sich Venezuela mit einer Produktion von ca. 10,5 Tonnen pro Jahr auf Platz 28 der goldfördernden Staaten (Zahlen aus 2009). Der größte Goldminenbetreiber in Venezuela ist Rusoro, ein in Kanada registriertes Unternehmen im Besitz der russischen Agapov Familie.

Die Absicht, die Goldminen im Land verstaatlichen zu wollen, folgte nach den öffentlichen Beschwerden der Minenbetreiber, sie beschwerten sich nicht genügend Gold ausführen zu dürfen. Im letzten Jahr hatte die Regierung in Caracas die Begrenzung zum Verkauf des geförderten Goldes von 30 % auf 50 % der Förderung erhöht, das einbehaltene Gold wird von der Zentralbank Venezuelas aufgekauft. Die Minenbetreiber äußerten ihre Befürchtung, nicht genügend Investoren ins Land locken zu können, die Modernisierung vieler Minen (und damit die Ertragssteigerung) würde somit ausfallen.

In den vergangenen Jahren wurden viele Betriebe, die in den 70ern und 80ern privatisiert wurden, wieder verstaatlicht, mit marktüblichen Entschädigungszahlungen. So wurden Banken, Zementfabriken und vor allem die Erdölindustrie verstaatlicht. Venezuela sitzt nominell auf größeren Erdölbeständen als Saudi-Arabien, doch große Mengen des Erdöls sind im Schiefersand gelagert, eine Förderung scheint momentan nicht lohnenswert. Die OPEC, deren Mitglied auch Venezuela ist, stellte fest, dass die Fördermengen nach der Verstaatlichung gesunken seien. Der Goldpreis hat wieder einmal die Rekordmarke geknackt, aufgrund der Verunsicherung auf den Finanzmärkten fliehen viele Anleger in Gold. Pro Feinunze werden inzwischen 1881 Dollar verlangt, der Preis nach oben ist derzeit offen. die 2000 Dollar-Marke wird sicherlich noch geknackt.



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