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Verlorenes Stück von Beethoven nach 200 Jahren rekonstruiert

Der berühmte Komponist Ludwig van Beethoven schrieb 1799 das Stück Streichquartett Nr. 2 G-Dur Op. 18 Nr. 2, dieses Stück galt seit über 200 Jahren als verschollen. Vielmehr hatte Beethoven das Original ein Jahr später umgeschrieben und alsbald gewann das Stück viele Liebhaber. Nun hat Professor Cooper aus der Universität Manchester vorhandene Originalentwürfe zusammengesetzt, schon 1977 entdeckte der bekannte Beethoven-Forscher Sieghard Brandenburg diese Skizzen. Professor Cooper hat fehlende Noten ergänzt und in Kürze soll der Originalentwurf des Streichquartetts Nr. 2 G-Dur Op. 18 Nr. 2 nach über 200 Jahren wieder erklingen.

Im Alter von 28 Jahren schrieb Beethoven das besagte Stück für den damaligen Prinzen von Lobkowitz (im damaligen Österreich-Ungarn) und erhielt 200 Florin (Goldmünzen) als Lohn. Doch ein Jahr später schrieb er das Stück in großen teilen um, die neue Version war langsamer. Erst 1801 veröffentlichte er die Musik, kein ungewöhnliches Verfahren in der damaligen Zeit, sagt Professor Cooper. Die Urversion wird nun am morgigen Donnerstag im Musiksaal der Universität Manchester, im Martin Harris Centre, aufgeführt, der Eintritt ist frei.

Barry Cooper gilt als Koryphäe seines Faches, er gilt als anerkannter Experte für die Musik von Beethoven. Schon 1988 veröffentlichte er die so genannte 10. Sinfonie von Beethoven, ein spätes Werk des Meisters, welches nie vollendet wurde.



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