Versicherung & Vorsorge

Versicherungspflichtgrenze 2013

Versicherungspflichtgrenze 2013 für die Private Krankenversicherung

Die Versicherungspflichtgrenze 2013, auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannt, steigt im kommenden Jahr erneut und erschwert so den Wechsel in die private Krankenversicherung weiter. Diese Entgeltgrenze legt fest, welches Mindesteinkommen für Angestellte und Arbeitnehmer vorausgesetzt wird, wenn sie die gesetzliche Krankenkasse in Richtung Private Krankenversicherung wechseln wollen. Die Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze 2013 ist vorläufig und hart aktuell noch der Bestätigung durch das Ministerium für Wirtschaft.

JAEG regelt Wechsel in die Private Krankenversicherung 2013

Der Begriff der Versicherungspflichtgrenze stammt aus der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Versicherungspflichtgrenze legt fest, wie viel Euro ein Arbeitnehmer pro Monat oder pro Jahr verdienen muss, um gesetzlich krankenversicherungspflichtig zu sein. Jeder Arbeitnehmer, dessen Bruttoeinkommen die Versicherungspflichtgrenze übersteigt, unterliegt nicht mehr der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung und kann in die private Krankenversicherung wechseln. Er hat vielmehr die Wahl, sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung abzusichern oder alternativ eine private Krankenversicherung abzuschließen.

Bei dieser Entscheidung werden die familiären und die gesundheitlichen Rahmenbedingungen eine maßgebliche Rolle spielen. Für Beamte, Selbständige und Studierende kommt die Versicherungspflichtgrenze nicht zur Anwendung. Beamte und Selbständige können sich auf Wunsch jederzeit privat versichern, und auch Studenten haben hier unter bestimmten Voraussetzungen die freie Wahl.

Versicherungspflichtgrenze 2013 steigt mit dem Lohn-Niveau in Deutschland

Die Versicherungspflichtgrenze wird jedes Jahr im Herbst neu festgelegt. Sie beträgt im Jahr 2013 voraussichtlich 52.200 Euro jährlich, während sie in 2012 noch bei 50.850 Euro lag. Mit der Anhebung der Versicherungspflichtgrenze werden die gesetzlichen Krankenversicherer unterstützt, da sich die Menge der Versicherten damit tendenziell erhöht. Zu unterscheiden ist die Versicherungspflichtgrenze 2013 unbedingt von der Beitragsbemessungsgrenze 2013.

Grundsätzlich wird der Wechsel in die PKV mit der Anhebung der Versicherungspflichtgrenze erschwert, die Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen erhöhen sich durch die höhere Jahresarbeitsentgeltgrenze. Die Bundesregierung legt die geltende Grenze in jedem Jahr neu fest, sie richtet sich dabei nach dem aktuellen Niveau der Löhne und Gehälter. Als Tendenz kann gelten, dass in einer guten Konjunktur mit steigenden Einkommen auch davon auszugehen ist, dass die Versicherungspflichtgrenze steigt.

In die Ermittlung der Versicherungspflichtgrenze gehen für jeden Arbeitnehmer die gleichen Bestandteile der Lohn- und Gehaltszahlung ein. Zunächst ist die monatliche Lohn- und Gehaltszahlung selbst ein Bestandteil, hinzu kommen Einmalzahlungen wie das Weihnachts- und Urlaubsgeld. Überstundenvergütungen gehen ebenso ein, sofern sie pauschal vergütet werden, und auch vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers sind Bestandteil des jährlichen Bruttoarbeitsentgelts. Schließlich findet auch ein Einkommen aus einer versicherungspflichtigen Nebentätigkeit Eingang in die Berechnung der Versicherungspflichtgrenze.

allgemeine und besondere Versicherungspflichtgrenze

Zu unterscheiden ist schließlich noch die allgemeine Versicherungspflichtgrenze von der besonderen Versicherungspflichtgrenze. Die besondere Versicherungspflichtgrenze ist etwas niedriger angesetzt als die allgemeine Versicherungspflichtgrenze, sie lang im Jahr 2012 bei 45.900 Euro pro Jahr. Unter die besondere Versicherungspflichtgrenze fällt, wer schon am 31. Dezember 2002 von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreit war und privat versichert war.

Zum damaligen Zeitpunkt wurde die Versicherungspflichtgrenze stark angehoben. Um zu verhindern, dass unzählige Versicherte durch diese Anhebung wieder der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht unterliegen werden, wurde die besondere Versicherungspflichtgrenze eingeführt. Sie sorgte dafür, dass letztlich viele Versicherte mit einem Bruttoeinkommen nahe der Versicherungspflichtgrenze doch noch Zugang zur privaten Versicherung erhalten konnten.

 



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