Finanzen & Recht

Versicherungspflichtgrenze 2014

Die Versicherungspflichtgrenze 2014 wurde jetzt von der Bundesregierung neu festgelegt und entsprechend dem gestiegenen Lohnniveau in Deutschland nach oben angepasst. Durch die gestiegene Versicherungspflichtgrenze für 2014, auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannt, wird es für Arbeitnehmer künftig noch schwerer, in die private Krankenversicherung zu wechseln und die Vorteile der Privatversicherung zu nutzen.

Neue Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze 2014

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ermittelt in jedem Jahr die Rechnungsgrößen für die Sozialversicherung. Grundlage hierfür ist die Einkommensentwicklung in Deutschland und damit die durchschnittliche Lohnsteigerung. In jedem Jahr im Herbst werden dann die neuen Beitragsbemessungsgrenzen für die Sozialversicherungen sowie die Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung festgelegt.

Geben die Beitragsbemessungsgrenzen an, bis zu welchem Einkommen Beiträge zur Sozialversicherung übernommen werden müssen, zeigt die Versicherungspflichtgrenze 2014 auf, ab welchem Verdienst der Wechsel in die PKV möglich ist. Lag dieser Wert im Jahr 2013 noch bei 52.200 Euro, wurde der Wert nun auf 53.550 Euro angehoben. Dies entspricht einer Steigerung von 1.350 Euro oder 2,59 Prozent. Monatlich müssen gesetzlich Versicherte demnach ab 2014 genau 4.462,50 Euro verdienen, um einen Wechsel in die PKV vornehmen zu können.

Die Folgen der neuen Versicherungspflichtgrenze 2014

Die Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze 2014 hat verschiedene Auswirkungen. So wird der Wechsel in die private Krankenversicherung für Arbeitnehmer nochmals erschwert, denn ab sofort ist ein höheres Jahreseinkommen Voraussetzung. Nur Arbeitnehmer, die dieses Einkommen über mindestens einem Jahr vorweisen können, können sich von der Versicherungspflicht befreien lassen.

Befreiung von der Versicherungspflicht

Doch nicht nur für Menschen, die bisher gesetzlich versichert sind, hat die Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze 23014 Folgen. Auch bereits privat Versicherte müssen mitunter Konsequenzen befürchten. Schließlich ist mit einer Reduzierung des Einkommens auch eine Rückkehr in die GKV verbunden. Lediglich in einigen Fällen können Versicherte dennoch eine Befreiung von der Versicherungspflicht beantragen und weiter privat versichert bleiben. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn bereits heute bekannt ist, dass das Einkommen lediglich kurzfristig sinkt, etwa nach der Geburt eines Kindes. Steigt das Einkommen dann wieder, ist eine Fortführung des Versicherungsvertrages ohne Probleme möglich.

Bei Wechsel in die private Krankenversicherung zu beachten

Personen, die mit ihrem Einkommen die Versicherungspflichtgrenze 2014 überschreiten, können eine Befreiung von der Versicherungspflicht beantragen und in die PKV wechseln und dabei von zahlreichen Vorteilen profitieren. Neben einer freien Tarifwahl ist es durch Vereinbarung von Selbstbehalten oder Angebotsvarianten auch möglich, selbst Einfluss auf die Versicherungskosten und die jeweiligen Leistungen zu nehmen. In jedem Fall ist beachten, dass vor einer Kündigung der GKV ein neuer Versicherungsvertrag vorliegen muss. Schließlich benötigt die bisherige Krankenversicherung aufgrund der in Deutschland geltenden Versicherungspflicht einen entsprechenden Nachweis über die neue Versicherung.

Keine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung möglich

Besonders die Tatsache, dass in der PKV auch der Gesundheitszustand beim Abschluss eines Versicherungsvertrages eine Rolle spielt, muss beachtet werden, denn mitunter kann es bei Vorerkrankungen zu erhöhten Beiträgen oder auch zu einer Ablehnung des Versicherungsantrages kommen. Erst dann, wenn der Vertrag nach den eigenen Wünschen geschlossen und vereinbart werden konnte, ist eine Kündigung sinnvoll. Ebenfalls sollte beachtet werden, dass die Befreiung von der Versicherungspflicht häufig unwiderruflich ist, denn ein Wechsel zurück in die GKV ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Ältere Menschen, die das 55. Lebensjahr bereits überschritten haben, müssen in jedem Fall privat versichert bleiben. Genaue Zahlen und Fakten zur Jahresarbeitsentgeltgrenze 2014 bzw. Versicherungspflichtgrenze 2014 finden sich auf diesem Verbraucherportal



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.