Versicherung & Vorsorge

Verwirrende Tarifvielfalt der privaten Krankenversicherungen

Die privaten Krankenversicherungen erscheinen auf den ersten Blick meist nicht teurer, als ihr gesetzliches Pendant, doch sind Beitragserhöhungen durchaus normal.

Wer diese umgehen und dennoch nicht auf den PKV-Schutz verzichten will, sollte sich direkt am Anfang über die verschiedenen PKV Tarife informieren, um den passenden für seine Bedürfnisse zu finden.

Möglichkeiten zum Wechsel?

Die aktuelle Situation der privaten Krankenversicherer ist wahrlich nicht die Beste. Der politische und öffentliche Druck, das Wechselrecht zwischen Versicherern zu vereinfachen, wird immer größer.

Grund dafür ist die unübersichtliche Tarifvielfalt mitsamt ihren günstigen Einstiegstarifen, welche die Basis für hohe Beitragserhöhungen bilden. Kunden, die sich mit solch einer Erhöhung konfrontiert sehen, haben nicht immer die Möglichkeit, sich gegen diese in Form eines Versicherungswechsels zu wehren.

Tariferhöhungen nicht so hoch, wie oft in den Medien dargestellt

Werden jedoch die fundierten Analysen verschiedener Branchendienste betrachtet, fällt auf, dass die Tariferhöhungen durchschnittlich deutlich geringer sind, als oftmals in den Medien kommuniziert.

So liegt die Steigerungsrate der privaten Krankenversicherungen in den vergangenen zwölf Jahren bei 4,1 Prozent. Zudem hat der Versicherte die Möglichkeit des Tarifwechsels innerhalb seiner Versicherungsgesellschaft.

So ist es beispielsweise möglich zum Renteneintritt mit 65 Jahren von einem Qualitätstarif zu einem Tarif, welcher vergleichbar mit Angeboten der gesetzlichen Krankenkassen ist, zu wechseln. Durch solch einen Wechsel lassen sich je nach Fall über 300 Euro monatlich sparen, zeigen Vergleiche privater Krankenversicherungen.

Vorab informieren und vergleichen

So sollte man sich vor Vertragsabschluss einer privaten Krankenversicherung genau über die verschiedenen Tarife inklusive ihrer enthaltenen Leistungen informieren. Ein qualitativ hochwertiger Tarif kann beispielsweise daran erkannt werden, dass der Versicherer das 3,5-Fache des Höchstsatzes der Gebührenordnung für stationäre und ambulante Behandlung zahlt und darauf verzichtet, dass der Kunde vor einer Behandlung beim Facharzt den Hausarzt aufsuchen muss.

Das Kostenniveau des jeweiligen Tarifs ist hingegen kein geeignetes Qualitätsmerkmal. So gibt es verschiedene überteuerte Tarife mit schlechten Leistungen genauso wie günstige mit einem guten Leistungsspektrum.



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