Gesundheit

Vitamin D Mangel im Winter entgegenwirken

Es ist essenziell für den Knochenbau und das Immunsystem – Vitamin D.

Besonders in den grauen Wintermonaten mit wenig Sonnenlicht leiden viele Menschen an einem Vitamin D Mangel.

Den möglichen gesundheitlichen Gefahren durch Vitamin D Mangel kann entgegengewirkt werden.

Vitamin D: empfohlene Dosis 20 Mikrogramm

Vitamin D nimmt unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein, da es sowohl über die Ernährung zugeführt als auch vom Menschen durch das Einwirken von UV-Strahlung selbst gebildet werden kann. Gewöhnliche Lebensmittel reichen nicht aus, um die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Zufuhr von 20 Mikrogramm täglich zu erreichen.

Der endogenen Synthese über die Haut kommt somit eine besonders große Bedeutung zu.

Was ist Vitamin D und wie äußert sich ein Mangel?

Das fettlösliche Vitamin D kommt in zwei Formen vor, die zusammen auch als Calciferole bezeichnet werden. Unterschieden wird zwischen dem pflanzlichen Vitamin D2 und dem tierischen Vitamin D3. Letzteres ist in großen Mengen in Fettfischen wie Hering oder Makrele zu finden, in deutlich geringerem Maße auch in Leber, Eigelb oder angereicherter Margarine.

Synthese des Vitamin D über Sonnenlicht

Die menschliche Haut ist durch Einwirken von UV-B-Strahlung in der Lage in einer neunstufigen Reaktionskette Vitamin D3 selbst zu synthetisieren. Die DGE empfiehlt ein Viertel der Körperoberfläche täglich zwischen 12 und 15 Uhr 10 bis 25 Minuten der Sonne auszusetzten, zu anderen Tageszeiten sollte die Expositionszeit verdoppelt werden.

Egal ob über die Nahrung aufgenommen oder endogen synthetisiert, das Vitamin D gelangt über den Blutkreislauf zur Leber, wo es seine Wirkung entfaltet. Es dient als Vorstufe für Calcitriol, einem Hormon das für die Regulation des Calcium-und Phosphatstoffwechsels im Körper unerlässlich ist.

Vitamin D Mangelerscheinungen

Bei Mangel an Vitamin D treten Störungen dieser Stoffwechselkreisläufe auf. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann ein starker Mangel zum Krankheitsbild der Rachitis führen. Diese ist durch Mineralisierungsstörung der Knochen gekennzeichnet, die Deformationen wie X-oder O-Beinen bedingen.

Im Erwachsenenalter führt ein ausgeprägter Mangel an Vitamin D zum Krankheitsbild der Osteomalazie. Hier kommt es durch eine Demineralisierung und spezielle Umbauvorgänge zu einer instabilen Knochenstruktur. Starke Skelettschmerzen und eine erhöhte Gefahr für Spontanfrakturen sind die Folgen. Über Schlafstörungen durch zu wenig Sonnenlicht berichteten wir bereits hier.

Insgesamt gibt es im Körper über 30 Zielgewebe für Vitamin D, darunter die Bauchspeicheldrüse, Herz, Nerven – oder Skelettmuskelzellen. Das Vitamin A dient somit als eine Art Zentralschalter und gibt der Wissenschaft seit Jahren Anlass mögliche Zusammenhänge mit anderen Krankheiten zu erforschen.

Wann sind Vitamin D Supplemente ratsam?

Die Zufuhr über die Ernährung mit üblichen Lebensmitteln beträgt bei Erwachsenen zwischen 2 bis 4 μg täglich. Zwischen November und Februar verzeichnet Deutschland im Schnitt weniger als 50 Sonnenstunden pro Monat. Das ist zwar mehr als in den skandinavischen Ländern, trotzdem zu wenig, um die Menschen mit ausreichend UV-Strahlung zu versorgen.

Wie die DGE in ihrer Pressemitteilung verkündet leiden nach internationalen Kriterien circa 60 Prozent der deutschen Bevölkerung an einer unzureichenden Vitamin-D3-Zufuhr. Zur Sicherstellung der empfohlenen Konzentration im Körper ist somit besonders in den Wintermonaten die Einnahme eines Vitamin D-Präparats ratsam. Diese enthalten in der Regel 10 – 25 μg des Vitamins.

Gefahr der Überdosierung kaum gegeben

Gefahr einer Intoxikation durch die Präparate besteht nicht, denn nachweisbare Störungen treten erst bei exzessiver Einnahme von 100 μg pro Tag auf. Für Menschen ab 65 Jahre ist die Einnahme von Vitamin-D Supplementen unabhängig der Zeit der UV-Exposition ratsam.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Vitamin D-Syntheseleistung der Haut nämlich deutlich ab und kann auf weniger als die Hälfte reduziert sein.



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