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VoIP: Warum Internet-Telefonie so gefährlich ist

VoIP, das Telefonieren über das Internet erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit, . In Deutschland wird das Telefonieren über das Internet immer beliebter. Insbesondere die großen Telekommunikationsunternehmen wollen mittelfristig sämtliche Telefonanschlüsse in Deutschland auf die IP-Technologie umstellen. Der Grund sind die geringen Kosten.

Da mittlerweile die Telefonie über das Internet mit einem herkömmlichen Telefon möglich ist, bereitet die Umstellung allgemein keine Probleme. Allerdings sollte bei der Internettelefonie insbesondere das bedacht werden, was für das Internet selbst gilt.

NSA-Affäre und Spam und die Internet-Telefonie

Insbesondere im Hinblick auf die gerade aktuelle Ausspähaffäre der NSA sollte bedacht werden, dass die Sprachpakete über das Internet übertragen werden. Das Ausspähen von Telefongesprächen ist somit um einiges einfacher als bei der analogen Telefonie. Zudem gilt es zu beachten, dass auch Spam über das Sprachprotokoll der IP-Telefonie übertragen werden kann. Mit Fachbegriff nennt sich diese Form des Spam „Spits“ (Spam over Internet Telephony). Zudem darf nicht vergessen werden, dass gerade bei einem Stromausfall die Telefonie unmöglich ist.

Stromausfall kommt totalem Kommunikations-Blackout gleich

Sollte gleichzeitig der Akku vom Handy leer sein, ist ein Telefonat nicht möglich. Im Umkehrschluss heißt dies insbesondere für ältere Menschen, die nicht unbedingt über ein Handy verfügen, dass bei einem Stromausfall ein Notarzt beispielsweise nicht anzurufen ist. All diese Aspekte verschweigen die großen Telekommunikationsunternehmen gerne. Sie haben lediglich die mit der IP-Telefonie verbundenen geringen Kosten im Blick. Ein weiteres Argument, das gegen die Internettelefonie spricht, ist die zum Teil schlechtere Gesprächsqualität. Bricht beispielsweise die Internetverbindung kurzfristig zusammen, ist das gerade geführte Gespräch ebenfalls zu Ende.

Insbesondere bei Anschlüssen mit mehreren MSN und damit verbundenen Endgeräten leidet zudem bei parallel geführten Gesprächen die Gesprächsqualität. Selbst wenn die heutigen Breitbandverbindungen nicht mehr die Kinderkrankheiten der Internet-Telefonie verursachen, wie bei DSL-Leitungen der ersten und zweiten Generation, so ist die IP-Telefonie häufig mit Störgeräuschen verbunden. Die Hauptargumente gegen die Internettelefonie sind jedoch in einem Stromausfall sowie in den leicht abzuhörenden Gesprächsverbindungen zu suchen.

Sicherheitsvorkehrungen wie bei regulärem Internetzugang notwendig

Selbst wenn kein Geheimdienst die Leitungen belauscht, so können sich jedoch versierte Hacker und damit auch Kriminelle schnell Zugang zu Gesprächen über das Internet verschaffen. Da anders als bei der herkömmlichen Leitung Internet und Telefonie nicht getrennt sind, gelten bei der IP- Telefonie die gleichen Sicherheitsvorkehrungen, wie beim regulären Internetzugang.

Insofern muss bei der Internet-Telefonie der Router entsprechend konfiguriert werden und eine Firewall installiert sein. Aber selbst dann gibt es keinen hundertprozentigen Schutz. Den gibt es bei der analogen Telefonie auch nicht, allerdings fällt es Kriminellen deutlich schwerer die jeweilige Leitung auszumachen und anzuzapfen.

Heutige Telefonanschlüsse werden bei den großen Telekommunikationsunternehmen in erster Linie auf die VoIP-Technologie beraten. Festhalten lässt sich, dass nicht alles was technisch machbar ist, auch unbedingt gut sein muss.



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