Politik

Wahl 2013: Aktuelle Umfrage sieht FDP nicht mehr im Bundestag

Wenige Tage vor der wichtigsten Wahl 2013 sieht eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA die FDP nicht mehr im Bundestag vertreten. Demnach käme die Union aktuell auf 38 Prozent der Stimmen, die SPD würde 27 Prozent erreichen, die Grünen 11 Prozent und die Linke käme auf 8 Prozent.

Die FDP wäre ebenso wenig im Bundestag vertreten wie die Piratenpartei und die “Alternative für Deutschland“ (AfD). Sollte sich diese Umfrage bei der Wahl am Sonntag bestätigen, wäre die FDP erstmals nicht mehr Bundestag vertreten. Bei den Liberalen ist deshalb auch so etwas wie Panikstimmung ausgebrochen.

INSA sieht FDP nur bei  vier Prozent

 Die FDP versucht deshalb wenige Tage vor der Wahl eine Zweitstimmenkampagne loszutreten, um von der Union wichtige Stimmen für sich vereinnahmen zu können. Die Zweitstimmenkampagne stößt im Gegensatz zu früheren Versuchen dieser Art aber offenbar auf wenig Gegenliebe in der Bevölkerung. Nahezu alle Umfragen sehen Verluste bei den Liberalen. Während INSA die FDP nicht mehr im Bundestag vertreten sieht, sehen Forsa und Emnid die FDP knapp über der Fünf-Prozent-Hürde. Allerdings sahen bei der Landtagswahl in Bayern die Umfrageinstitute die FDP teilweise ebenfalls über der Fünf-Prozent-Hürde, teilweise bei 4 Prozent. Letztlich lag die FDP mit knapp 3 Prozent unter den vorhergesagten Ergebnissen. Sollte sich dies bei der Bundestagswahl bestätigen, wären die Liberalen ebenfalls nicht mehr im Bundestag vertreten.

Wahl 2013: Große Koalition am wahrscheinlichsten

Sollte das derzeitige Umfrageergebnis am Sonntag ebenfalls eintreten, hätte die Union aus CDU/CSU nur die Möglichkeit in eine große Koalition einzutreten oder mit den Grünen zusammen zu gehen. Andererseits könnten SPD, Grüne und Linke eine Mehrheit jenseits der Union bilden. Die SPD hat jedoch bereits für sich eine Zusammenarbeit mit der Linken ausgeschlossen. Ebenso haben die Grünen nahezu eine Koalition mit der Union ausgeschlossen. Übrig bliebe lediglich einer große Koalition aus Union und SPD. Dies würde auch den Willen der Mehrheit der Bevölkerung widerspiegeln. Letztlich zeigt sich in allen Umfragen, dass die SPD zulegt, während die Union und insbesondere die FDP massiv verlieren.

Muss am Ende möglicherweise Merkel in jedem Fall ihren Stuhl räumen?

Eine Unbekannte könnte die AfD werden. Sollte die Partei den Einzug in den Bundestag schaffen, hätte die Union unter bestimmten Umständen einen neuen Mehrheitsbeschaffer. Andererseits wäre ein Zusammengehen mit der “Alternative für Deutschland“ seitens der Union ebenso ein Wortbruch wie ein Zusammengehen der SPD mit der Linkspartei. Die wahrscheinlichste Alternative ist daher erneut die große Koalition. Damit stellt sich jedoch zugleich die Frage der Zukunft von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Dieser hatte eine Funktion als Minister unter Angela Merkel für sich kategorisch ausgeschlossen. Insofern könnte am Ende auch eine große Koalition ohne Angela Merkel stehen. In dieser Funktion würde dann auch Steinbrück möglicherweise eine wichtige Rolle zukommen. In jedem Fall, die Wahl 2013 bleibt spannend.



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