Politik

Wahl 2013: ZDF-Politbarometer sieht Schwarz-Gelb vorn

Rund zweieinhalb Wochen vor der Bundestagswahl sieht eine neue Umfrage des ZDF-Politbarometers die derzeitige Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP vorne. Bei der wichtigsten Wahl 2013 dürfte damit die derzeitige Regierung eine Bestätigung erfahren. Noch allerdings können SPD und Grüne in den verbleibenden zweieinhalb Wochen an Boden gutmachen.

Grüne verlieren zwei Prozentpunkte

Die SPD würde derzeit auf lediglich 26 Prozent kommen, während die Grünen zwei Prozentpunkte verlieren und derzeit noch auf 10 Prozent kämen. Für die Grünen stellt dies den schlechtesten Umfragewert seit November 2009 dar. SPD und Grüne hätten zusammen einen Prozentanteil von 36 Prozent, während Union und FDP zusammen auf 47 Prozent kämen. Die Umfrage wurde durch die Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Allerdings stellt sich gegenüber einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ein nahezu völlig anderes Bild dar. In der Forsa-Umfrage hatten sowohl SPD als auch Anti-Euro-Partei AfD leichte Zugewinne verzeichnet. Die Linkspartei käme nach der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen aktuell auf acht Prozent, die AfD würde drei Prozent erhalten.

Erste große Umfrage nach dem TV-Duell

Die Umfrage wurde in der Zeit von Montag bis einschließlich Mittwoch erhoben und stellt damit die erste Umfrage nach dem TV-Duell zwischen Kanzlerin und dem SPD-Herausforderer dar. Würde der der Kanzler beziehungsweise die Kanzlerin direkt gewählt, käme Angela Merkel aktuell auf 59 Prozent und Peer Steinbrück würde 30 Prozent Zustimmung erhalten. beim Thema soziale Gerechtigkeit liegt Steinbrück allerdings weit vor der Kanzlerin. 35 Prozent der Befragten sehen ihn als denjenigen an, der für soziale Gerechtigkeit im Land sorgen könnte. Angela Merkel hingegen käme hier aktuell nur auf einen Wert von 22 Prozent.

Steinbrück wird immer beliebter

Bei der Liste der beliebtesten Politiker führt Angela Merkel mit einem Wert von 2,4. Zweitbeliebtester Politiker ist derzeit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit einem Wert von 1,4 und folgend SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier mit einer Zustimmung von 1,2. Steinbrück hingegen konnte 0,6 Punkte zulegen und liegt derzeit mit 0,9 Punkten Zustimmung auf dem vierten Platz. Das Schlusslicht stellt wie in der Vergangenheit Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) mit einem Wert von Minus 0,7 dar. Vorletzter ist Außenminister Guido Westerwelle.

Meinungsforschungsinstitute kritisch betrachten

Im Zusammenhang mit den Umfragen ist zu sagen, dass vielfach die Umfragen zur Wahl 2013 auch deshalb variieren, weil den Meinungsforschungsinstituten eine politischen Nähe zu dem einen oder anderen politischen Lager nachgesagt wird. Insbesondere das Allensbacher Institut gilt als Unionsnah. Während dem Forsa-Institut in der Vergangenheit eine Nähe zu den Sozialdemokraten nachgesagt wurde. Belegt werden können diese Behauptungen jedoch nicht. Allenfalls die statistischen Umfragewerte für die eine oder andere Partei über einen langen Zeitraum könnte eine derartige Vermutung bestätigen oder widerlegen.



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