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Wahlumfrage: SPD und Grüne verlieren in der Wählergunst

Nach einer Wahlumfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag des Magazins „Stern“ sowie des Fernsehsenders RTL haben weder die regierende Koalition aus Union und FDP noch die derzeitige Opposition aus SPD und Grünen eine deutliche Mehrheit. Sowohl die SPD als auch die Grünen verloren gegenüber der Vorumfrage einen Prozentpunkt und würden derzeit 23 Prozent beziehungsweise 14 Prozent erreichen.

Die Union käme auf 40 Prozent und würde gegenüber der Vorwoche um einen Prozentpunkt zulegen. Die FDP hingegen würde nur vier Prozent erreichen und wäre nicht mehr im Bundestag vertreten. Demgegenüber konnte die Linke sich um einen Punkt auf neun Prozent verbessern. Die Piratenpartei würde derzeit auf drei Prozent kommen und wäre nicht im Bundestag vertreten. Die kürzlich gegründete Euro-kritischer Partei „Alternative für Deutschland“ käme nur auf zwei Prozent und wäre von einem Einzug im Bundestag weit entfernt.

Nichtwähleranteil bei 30 Prozent

Der Anteil der Nichtwähler sowie derjenigen, die sich noch nicht entschlossen haben, stieg gegenüber der Vorumfrage jedoch um drei Prozentpunkte auf nunmehr 30 Prozent an. Das Forsa-Institut hat im Zeitraum zwischen dem 6.und 10. Mai die repräsentative Umfrage durchgeführt. Vergleicht man die Wahlumfrage jedoch mit anderen Instituten, so tritt zum Teil zutage, dass die FDP mal bei fünf Prozent und mal bei vier Prozent gesehen wird. Deshalb dürfte insbesondere der Verbleib der FDP im Bundestag oder das Herauswählen der FDP aus dem Bundestag wahlentscheidend sein. Sollte die FDP dem zukünftigen Bundestag nicht mehr angehören, bliebe als Option wahrscheinlich nur die große Koalition. Alternativ käme auch ein Bündnis aus Union und den Grünen infrage.

Piratenpartei könnte in Bundestag einziehen

Unwahrscheinlich dürfte hingegen ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken sein. Einzig die Piratenpartei könnte bei einer Änderung des Wahltrends in den Bundestag einziehen und die Koalitionsmöglichkeiten noch verändern. Gegenüber einigen Vorumfragen konnten die Piraten bereits um einen Prozentpunkt zulegen. Geht es nach dem Willen der Bundesbürger, so würde die große Koalition von der Mehrheit als Wunschkoalition angesehen werden. Wenig beliebt ist hingegen die derzeitige Regierungskoalition aus Union und FDP. Dies dürfte sich letztlich auch in den Umfrageergebnissen der FDP zeigen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die FDP seit Monaten in den meisten Umfragen bei vier Prozent stagniert. Sollte die Partei den Trend bis zur Bundestagswahl nicht umkehren können, dürfte ihr erstmals die Abwahl aus dem Bundestag bevorstehen. Insofern stellt die Bundestagswahl im September für die FDP so etwas wie eine Schicksalswahl dar. Lediglich der Anteil der Unentschlossenen könnte der liberalen Partei den Wiedereinzug in den Bundestag derzeit sichern.



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