Wirtschaft

Wechsel in die PKV: 4.4 Mio Kassenpatienten erfüllen Voraussetzung

Trotz der Tatsache, dass die rechtlichen Regelungen erfüllt werden, verzichten rund 4,4 Millionen Versicherte auf einen Wechsel in die Private Krankenversicherung und versichern sich lieber freiwillig in den gesetzlichen Krankenkassen. Die Zurückhaltung dürfte hauptsächlich an der Möglichkeit der kostenlosen Familienversicherung für Kinder und Ehegatten in der GKV liegen.

Wegfall der Drei-Jahres-Frist bringt PKV Zuwachs

Zu Beginn des Jahres 2011 sind einige Gesetzesänderungen in Kraft getreten, die den privaten Krankenversicherungen einen größeren Zuwachs als in den vergangenen Jahren bescheren dürfte. Zu Beginn des Jahres wurde die JAEG (Jahresarbeitsentgeltgrenze) nicht nur gesenkt – von 49.950 Euro auf 49.500 Euro, sondern auch muss diese Grenze nur noch einmal überschritten werden, und nicht wie vorher dreimal hintereinander. Experten gehen deshalb davon aus, dass die PKV im Jahr 2011 einen Zuwachs von 150.000 bis 200.000 Versicherten haben wird. Die JAEG zählt jedoch nur für Angestellte. Freiberufler, Selbständige und Beamte können sich jederzeit in der PKV versichern.

Im Jahr 2009 sind 288.200 Personen von der GKV in die PKV gewechselt, gleichzeitig sind aber auch 146.500 Versicherte zurück in die GKV gegangen, was einem Zuwachs von 141.700 Personen entspricht. In den Jahren davor lag die Zahl der Wechselwilligen lediglich bei 80.000 bis 93.000 Personen. Diese Quote dürfte sich 2011 weiter in Richtung Zuwachs der PKV entwickeln.

Familienversicherung hält Versicherte in GKV

Es sind verschiedene Gründe, welche die Versicherten in der GKV hält. Neben einigen wenigen Versicherten, die aufgrund von schwerwiegenden Krankheiten nicht in die PKV wechslen können, sind es hauptsächlich Familien mit Kindern, die darauf verzichten. Denn im Gegensatz zu einer PKV können in der GKV die Kinder und Ehepartner mitversichert werden. In der PKV müsste jedes Familienmitglied einzeln versichert werden.



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