Wirtschaft

Weltbild-Verlag: Rettung durch Katholische Kirche möglich

Lange Zeit mussten die Beschäftigten des Weltbild-Verlages um ihren Arbeitsplatz bangen.

Die Kirche sprach sich dagegen aus, weiterhin in das Unternehmen zu investieren.

Nun könnte es doch noch Hoffnung für den Weltbild-Verlag geben.

Darlehen in Aussicht gestellt

Viele Menschen haben den Glauben in die katholische Kirche verloren, nachdem sie den insolventen Weltbild-Verlag allem Anschein nach, finanziell nicht unterstützen wollte.

Das Münchner Erzbistum und beteiligte Banken wollen ein Darlehen zur Verfügung stellen und die Buchhändler-Familie Hugendubel hat sich für die Übernahme einer Bürgschaft entschieden. Dadurch soll das Unternehmen nun aus seiner Misere gerettet werden.

Dies könnte unter Umständen auch bedeuten, dass die rund 6.300 Beschäftigten des Verlages ihren Job behalten können.

65 Millionen Euro für die Rettung?

Es sieht so aus als hätte der Weltbild-Verlag doch noch eine Zukunft. Die Angestellten hoffen und bangen.

Die Buchhändler-Familie Hugendubel und die katholische Kirche haben sich darauf geeinigt, einen Plan zur vorläufigen Aufrechterhaltung der Arbeit zu erstellen.

Das Erzbistum München-Freising soll ein Darlehen in Höhe von 10 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Dazu hat es sich jedoch erst entschieden, nachdem das Bistum Augsburg eine Summe in Höhe von bis zu 15 Millionen Euro in Aussicht gestellt hatte.

Hugendubel übernimmt Bürgschaft für Weltbild

Nina und Maximilian Hugendubel, die ebenso wie die katholische Kirche eng in Verbindung mit dem Weltbild-Verlag stehen, übernehmen die Bürgschaft und haften zum Teil mit ihrem Privatvermögen.

Eine weitere Möglichkeit wäre es, dass die Geschwister Hugendubel die Weltbild-Anteile der DBH übernehmen. Sie sollen bereits vor einigen Monaten einen Investor gefunden haben, der Hugendubel unterstützt. Darüber hinaus sollen Banken, die am Verlag beteiligt sind, weitere 10 Millionen Euro für das Unternehmen bereitstellen.

In der vergangenen Woche hatten die deutschen Bistümer zugesagt, bis zu 65 Millionen Euro für die Erhaltung des Weltbild-Verlages bereitzustellen.

Suche nach Investoren läuft weiter

Die Weiterführung der DBH Buch Handels GmbH, die von Weltbild und Hugendubel gemeinsam betrieben wird, soll nur durch die Investition in Millionenhöhe stattfinden können.

Hugendubel will bis Ende Februar einen Sanierungsplan erstellt haben, der den Banken und der katholischen Kirche zur Prüfung vorgelegt werden soll.

Sofern aus dem Sanierungsplan eine positive Prognose hervorgeht, will die Kirche weitere 10 Millionen Euro in den Weltbild-Verlag fließen lassen. Außerdem soll in diesem Fall ein Finanzierungsplan erstellt werden.

Der Weltbild-Verlag ist noch nicht gerettet

Der Weltbild-Verlag und die DBH Holding sind bisher noch nicht gerettet. Aber es wird weiterhin an der Möglichkeit zur Umstrukturierung des Unternehmens festgehalten.

Arndt Geiwitz, der Insolvenzverwalter von Weltbild sucht weiterhin nach möglichen Investoren für das Unternehmen und seine Tochterfirmen.

Die Weltbild-Mitarbeiter müssen weiterhin darauf hoffen, ihren Arbeitsplatz behalten zu können. Zunächst bleibt ihnen nur abzuwarten, ob der Sanierungsplan, den Hugendubel erstellt, der Überprüfung von der katholischen Kirche und den involvierten Banken standhält.

Warum hat sich die Kirche umentschieden?

Die Kirche ist, nachdem bekannt wurde, dass der Weltbild-Verlag zahlungsunfähig ist, stark in die Kritik geraten, weil sie eine finanzielle Hilfe zunächst verweigerte. Dies war mit ein Grund dafür, dass die Austritte aus der Kirche deutlich zunahmen.

Vielleicht erhofft sie sich nun, durch ihr Handeln, dass nicht weitere Kirchenmitglieder austreten.



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