Wirtschaft

Weniger Heimarbeit in Deutschland

Es gibt immer weniger Deutsche, die zu Hause arbeiten. Nur noch 4,7 Millionen Menschen gehen einer Heimarbeit nach. Entsprechend sank die Zahl drastisch. Anders als in Deutschland nehmen in den anderen EU-Staaten die Heimarbeitsplätze zu.

 

Weniger Heimarbeiter in Deutschland

In einer aktuellen Studie kam nun heraus, dass immer weniger Deutsche zu Hause arbeiten. Im Jahr 2013 arbeiteten gerade einmal noch 4,7 Millionen Menschen in den eigenen vier Wänden. 2008 waren es noch 800 0000 Menschen mehr. Daraus ergibt sich ein Minus von 20 Prozent.

Rückgang der Heimarbeit

Demnach ist die Heimarbeit in den letzten Jahren flächendeckend zurückgegangen. Dabei spielen Beruf, Geschlecht oder auch Familienstand keine Rolle. Der DIW-Arbeitsmarktexperte Karl Brenke sagte dazu: „Das sind vor allem gut qualifizierte Arbeitskräfte, die einen Teil ihrer Arbeit zu Hause verbringen und einen anderen Teil in der Werkstatt, in der Schule, im Büro“. Heimarbeit bedeutet heute schon lange nicht, dass die ganze Familie um einen Tisch sitzt und irgendwelche Sachen bastelt oder herstellt.

Mehr Selbstständige in Heimarbeit

Die 4,7 Millionen Heimarbeiter machen 12 Prozent der Erwerbstätigen aus. Unter diesen Heimarbeiter sind 2,7 Millionen Arbeitnehmer. Damit ist das Home-Office vor allem bei den Selbstständigen sehr verbreitet. Etwa 1,3 Millionen der Solo-Selbstständigen arbeiten zu Hause. Bei den Selbstständigen mit Arbeitnehmern sind es 700 000.

Der Beruf ist entscheidend

Ob jemand nun zu Hause arbeitet oder nicht, hängt in erster Linie auch von dem Beruf ab. Sehr häufig sind es Lehrer, die zu Hause dann Arbeiten korrigieren. Darüber hinaus können aber auch Geschäftsführer und Manager sehr gut und viel von zu Hause aus arbeiten. Weiterhin finden sich unter den Heimarbeitern auch Beschäftigte mit hoher Qualifikation wie Naturwissenschaftler oder Ingenieure.

Akademiker arbeiten zu Hause

60 Prozent der Arbeitnehmer, die lieber in den eigenen vier Wänden arbeiten, besitzen einen Hochschulabschluss. Daraus ergibt sich, dass jeder vierte Akademiker seiner Arbeit manchmal oder auch regelmäßig von zu Hause aus nachgeht. Fabrikarbeiter können hingegen nicht von zu Hause aus arbeiten. Generell liegt die Zahl bei den Arbeitnehmern mit einer Lehre bei nur 4 Prozent.

Geschlecht und Familienstand sind kein Grund

In Hinblick auf das Geschlecht und den Familienstand konnten aber keine nennenswerten Unterschiede genannt werden. Im Jahre 2011 arbeiteten 7,8 Prozent der Männer und 7,3 Prozent der Frauen in den eigenen vier Wänden. Darüber hinaus ist auch der Unterschied den Heimarbeitern mit und ohne Kinder nicht sehr groß.

In Europa mehr Heimarbeit

In anderen europäischen Ländern nimmt due Heimarbeit hingegen zu. Dies liegt unter anderem daran, dass diese Art der Tätigkeit dort besser akzeptiert wird und zudem schaffen die Arbeitnehmer dort auch die Möglichkeiten für ein familienfreundliches Arbeiten.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.