Lifestyle

Werbung mit Julia Roberts wird untersagt- L´Oreal schummelt

Die schottische Parlamentsabgeordnete und Mitglied der Liberaldemokraten Jo Swinson hat eine Werbung von L´Oreal für ein Produkt namens Lancôme Teint Miracle foundation scharf kritisiert, aufgrund dessen wurde nun die dazugehörige Kampagne mit dem Gesicht von Schauspielerin Julia Roberts in Großbritannien untersagt. Swinson warf dem französischen Make-Up Hersteller Verbrauchertäuschung vor, das Gesicht der 43 jährigen Schauspielerin war in der besagten Fotoserie auffällig glatt. L´Oreal bestätigte indes, dass per Airbrush-Verfahren das Gesicht von Roberts abgedeckt wurde, ferner wurde das Bild per Computer nachbearbeitet. Dennoch besteht L´Oreal auf die Wirksamkeit ihres Produktes.

Ihre Beschwerde richtete Swinson direkt an die Advertising Standards Authority (ASA) in Großbritannien, eine selbstregulierende Organisation der Werbeindustrie im Vereinigten Königreich. Swinson warf dem französischen Maku-Up Giganten Verbrauchertäuschung vor, weil eben das Resultat wie auf dem Gesicht von Julia Roberts nicht durch das Produkt alleine erreicht werden könne, somit würden Verbraucher bewusst getäuscht werden. Die ASA gab der Beschwerde von Swinson statt, der selbstauferlegte Kodex der Werbeindustrie werde somit nicht eingehalten.

Ebenfalls von der Beschwerde betroffen ist eine weitere Kampagne mit dem Gesicht von Christy Turlington, auch hier wurde das Gesicht der 42 jährigen per Airbrush und Computernachbearbeitung für die Kampagne von Maybelline auffällig glatt gestrichen. Dennoch beharrt L´Oreal auf die Wirksamkeit, so könne das Resultat für Anwender am Ende wirklich aussehen. Für die Entwicklung ihrer Produkte benötigt der Hersteller nach eigenen Angaben zehn Jahre, langangelegte Studien liegen aber nicht vor. Verbraucher in Deutschland sollten bedenken, dass die Praxis von L´Oreal wahrscheinlich keinen Alleingang darstellt.



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