Finanzen & Recht

Wie sollte man eine Unternehmensnachfolge planen?

Eine Unternehmensnachfolge stellt eine große Herausforderung für Unternehmer dar. Denn eine unzureichend vorbereitete Unternehmensnachfolge kann zu Krisen führen oder sogar den Fortbestand des Unternehmens ernsthaft gefährden. Wie sollte man eine Unternehmensnachfolge planen, um möglichst geringe wirtschaftliche und steuerliche Verluste zu erleiden?

Um ein Unternehmen erfolgreich an einen Nachfolger übergeben zu können und somit die Zukunft des Unternehmens zu sichern ist es notwendig, eine Unternehmensübergabe detailliert zu planen.

Außerdem sollte vor einer Unternehmensnachfolge eine genaue Istanalyse und eine Analyse über die zukünftige Ausrichtung und Leistungsfähigkeit des Unternehmens durchgeführt werden.

Um aufgrund von steuerlichen Belastungen, den eigenen Lebensstandard nicht zu gefährden und andere böse Überraschungen zu vermeiden, sollten die steuerlichen Aspekte im Vorfeld genauestens unter die Lupe genommen werden.

Über die verschiedenen möglichen Nachfolgemodelle sollte man sich vor einer Unternehmensnachfolge auch im Klaren sein.

Modelle der Unternehmensnachfolge

Die in Deutschland am häufigsten stattfinde Unternehmensnachfolge, ist die klassische familieninterne Nachfolge. Sie findet immer dann Anwendung, wenn ein älteres Familienmitglied die Geschäfte aufgrund von gesundheitlichen Gründen, an die nächste Generation übergeben muss. In der Praxis werden über die Hälfte aller Unternehmensübergaben auf diese Art und Weise abgewickelt .

Die Unternehmensnachfolge können jedoch auch famileinfremde Personen ausüben. Dabei wird zwischen unternehmensinterner (Übergabe an leitende Mitarbeiter oder Gesellschafter) und unternehmensexterner (Abwerben eines Gesellschafters aus einem anderen Unternehmen. Nachfolge unterschieden. Dieses Modell der Nachfolge findet dann Anwendung, wenn in der Familie die notwendigen Kompetenzen oder Kapazitäten fehlen, um die Nachfolge anzutreten.

Denkbar als Unternehmensnachfolge ist auch der Verkauf an Dritte und das sogenannte Stiftungsmodell, welches in der Praxis jedoch am seltensten vorkommt.

Steuerliche und rechtliche Aspekte einer Unternehmensnachfolge

Die Nachfolge innerhalb der eigenen Familie wird meist unentgeltlich durchgeführt, in diesem Fall greift das Schenkungs- und Erbschaftssteuerrecht.

Bei einem Verkauf des Unternehmens an Dritte muss ein Kaufvertrag geschlossen werden. Der Vertrag bildet die Grundlage der Rechte und Pflichten beider Parteien. Anschließend muss der Veräußerungsgewinn, das bedeutet, dass der gesamte Wert des Unternehmens versteuert werden muss. Auch bei der unternehmensinternen und unternehmensexternen Nachfolge muss der gesamte Veräußerungsgewinn versteuert werden.

Dieses Modell hat jedoch den großen Vorteil, das man einen Mitarbeiter oder Gesellschafter zum Nachfolger aufbauen kann oder sich zusätzliche Kompetenzen von Fremdunternehmen verpflichten kann.

Ein Stiftungsmodell als Unternehmensnachfolge ist steuerlich nur dann sinnvoll, wenn es sich um eine gemeinnützige Stiftung handelt, da diese steuerbegünstigt ist.



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