Gesellschaft

Wikileaks: Bradley Manning vor dem Militärgericht

Im Zuge des so genannten Wikileaks-Skandals muss sich  Bradley Manning vor einem Militärgericht in den USA verantworten, der 23 jährige Manning wird beschuldigt, die entsprechenden Dokumente an die Whistle-Plattform Wikileaks weitergereicht zu haben. Im Speziellen werden 22 Anklagepunkte erhoben, demnach habe Manning geheime Staatspapiere an Wikileaks übergeben. Die Verteidiger von Manning, der als Analyst des US-Militärs über den notwendigen Zugang zu den Dokumenten verfügte, beantragten eine Beendigung des Verfahrens. Bei der aktuellen Anhörung vor dem Militärgericht geht es um die Frage, ob überhaupt ein Verfahren eingeleitet wird, alles scheint auf ein solches zu verweisen.

Die Anhörung wird im Fort Meade im US-Bundesstaat  Maryland abgehalten. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden noch einmal verschärft. Die Verteidigung beantragte die Beendigung des Verfahrens. Sie argumentieren, dass die Auswirkungen der Veröffentlichungen kaum Auswirkungen hatten, aber im Interesse der Öffentlichkeit standen. Das Militärgericht hat fünf Verhandlungstage angesetzt, um die Frage zu klären,ob die Anklage erhoben wird.

Doch für Manning könnte es knapp werden, einer der Anklagepunkte lautet, Weitergabe von Geheimnissen an Feinde, und darauf steht nach US-Militärgesetz die Todesstrafe. Manning habe insgesamt über 720.000 Dokumente an Wikileaks übergeben. Doch ob Manning in direktem Kontakt mit Julian Assange, der in Großbritannien gegen seine Ausweisung nach Schweden Berufung eingelegt hat, stand, ist bislang ungeklärt. Die Dokumente des Militärs und des diplomatischen Korps haben die Methoden der USA in den Konflikten ins schlechte Licht gerückt. Ob Manning sich vor dem Gericht verantworten muss, ist umstritten. Zur Festnahme Mannings hat die Arbeit eines Hackers geführt, der illegal die entsprechenden Daten an das US-Militär weitergereicht hat. Seit 2010 sitzt Manning im Hochsicherheitsgefängnis in Quantico, dort soll er in strikter Isolationshaft sitzen.



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