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Wird Microsoft künftig Android-Apps erlauben?

Das US-Magazin ‚The Verge‘ berichtete darüber, dass Microsoft scheinbar in Erwägung zieht, Windows und das Windows Phone für Android-Apps freizuschalten.

Der Grund dafür, dürften die schlechten Verkaufszahlen von Microsoft sein.

Können Android-Apps überhaupt unter Windows funktionieren?

Eine Möglichkeit sei es, die Anwendungen in einem zusätzlichen Bereich des Windows Stores zum Download anzubieten. In diesem Fall müsste Microsoft voraussichtlich Partnerschaften mit dem Chiphersteller Intel oder dem Softwarehersteller BlueStacks eingehen, damit die Android-Apps überhaupt auf Geräten mit Windows-Betriebssystemen funktionieren.

Laut ‚The Verge‘ könne erst frühestens im Jahr 2015 mit einer Android-App-Unterstützung für Windows gerechnet werden. Zu diesem Zeitpunkt werden vermutlich auch Windows 9 und Windows Phone 9 auf dem Markt Einzug erhalten.

Zu wenige Windows-Apps

Im Vergleich zu anderen App-Anbietern gibt es für Windows recht wenige Apps. Viele beliebte Anwendungen wie der ‚Facebook Messenger‘ sind für Windows-Nutzer nicht zugänglich. Aus diesem Grund sind die Verkaufszahlen für die Geräte von Microsoft eher gering.

Umsetzung stark umstritten

Laut ‚The Verge‘ gebe es intern bei Microsoft Konflikte. Die Windows-Geräte würden sich größerer Beliebtheit erfreuen, wenn es für sie mehr Apps gebe. Entwickler haben jedoch keinen Anreiz mehr, Apps für Windows zu gestalten, wenn eine Android-Version starken Anklang findet.

Außerdem werde darüber diskutiert, dass der Handyhersteller Blackberry ebenfalls den ‚Fehler‘ begangen habe, sich für Android zu öffnen, hieß es weiter. Heute hat der Hersteller nur noch einen sehr geringen Marktanteil.

Marktanteil von fast 80 Prozent

Diesen hohen Marktanteil hatte sich Android zum Weihnachtsgeschäft mit 78 Prozent gesichert. Dabei hatte auch Apple zu diesem Zeitpunkt so viele iPhones wie noch nie verkauft. Dennoch hat Google mit seinem Betriebssystem den höheren Marktanteil.

Günstige Geräte in Entwicklungsländern

Android bietet viele Vorzüge. So können laut dem Analyst Anshul Gupta vom Marktforschungsunternehmen Gartner, Geräte mit Googles mobilem Betriebssystem auch in Entwicklungsländern günstig angeboten werden.

Android-Geräte ohne Google-Dienste

Android wird den Geräteherstellern kostenlos zur Verfügung gestellt. Dafür verpflichten sie sich jedoch vertraglich dazu, zahlreiche Google-Dienste auf den Geräten vorzuinstallieren. Seinen Profit schlägt der Internetkonzern aus Suchmaschinenwerbung, die auf der Trefferliste angezeigt wird, sobald die Suche von einem Nutzer verwendet wird.

In China werden allerdings auch Android-Geräte angeboten, auf denen keine Google-Dienste vorinstalliert wurden. Daran verdient der Konzern keinen Cent.

Die Marktanteile der Gerätehersteller

Durch seine neuen iPhone-Modelle konnte Apple auf dem Smartphone-Markt einen deutlichen Umsatzzuwachs spüren. Im vierten Quartal 2013 verkaufte das Unternehmen 51 Millionen Geräte und sicherte sich, Marktforschern zufolge, einen Marktanteil von etwa 18 Prozent. In den drei Monaten zuvor sank der Marktanteil, trotz der Einführung der neuen Geräte, auf zwölf bis 13 Prozent.

Der Marktanteil von Microsoft-Betriebssystem Windows Phone sank laut den Berechnungen des Marktforschungsunternehmens IDC von 3,6 auf 3,0 Prozent ab. Dies liegt unter anderem daran, dass das mobile Betriebssystem es kaum erlaubt, günstige Geräte anzubieten, da meist teure Chips in den Smartphones verbaut sind.

Nokia ist Partner von Microsoft und hat sich bereits ebenfalls dazu entschieden, künftig Handys mit Android-Betriebssystem anzubieten.



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