Wissenschaft

Wissenschaft: Forscher will Beleg für außerirdisches Leben gefunden haben

Ein Team von Wissenschaftlern der Universität Sheffield will einen Beleg für extraterrestrische Leben gefunden haben. Der Leiter des Forschungsteams, Milton Wainwright, ist Professor für Molekularbiologie an der Universität Sheffield. Wie die Forscher im Magazin “ Journal of Cosmology“ schreiben, will das Wissenschaftlerteam in einer Höhe von 27 Kilometern im Bereich der Erdatmosphäre Mikroorganismen gefunden haben.

Nach Angaben der Forscher sollen die Mikroorganismen nicht von der Erde stammen. Begründet wird diese These damit, dass die Teilchen zu groß und zu schwer seien, um von der Erde in derartige Höhen transportiert zu werden.

Journal of Cosmology: Umstrittenes Fachmagazin

Dies hätte lediglich durch einen großen Vulkanausbruch geschehen können. Zum Zeitpunkt des Forschungsballonexperimentes fand jedoch nach Angaben von Wainwright kein Vulkanausbruch statt. Die Wissenschaftler sind sicher, dass “kontinuierlich fremdes Leben aus dem All zur Erde kommt und Leben sich nicht auf unseren Planeten beschränkt.“ Die Forscher gehen sogar so weit, Ihre Entdeckung dahingehend zu umschreiben, dass die Lehrbücher umgeschrieben werden müssten. Die “Huffington Post“ schreibt derweil, dass die Ergebnisse der Wissenschaftlergruppe mit Vorsicht zu genießen seien. So wurde insbesondere dem “Journal of Cosmology“ die Veröffentlichung von nicht belegten Verschwörungstheorien seitens Kritikern vorgeworfen worden. Das Forscherteam will nun die These von extraterrestrische Leben durch erneute Untersuchungen belegen. Die Wissenschaftler vermuten, dass die gefundenen Mikroben aus einem Kometenumfeld stammen könnten, der mit Wasser angereichert ist. Im Oktober wollen die Wissenschaftler erneut einen Test in der Stratosphäre mit einem Ballon durchführen. Zu diesem Zeitpunkt werden Teilchen des Halleyschen Kometen in der Stratosphäre erwartet. Diese Teilchen sollen dann untersucht werden. Das “Journal of Cosmology“ gilt innerhalb der Wissenschaftsgemeinde als eher fragwürdig. So hatte im Jahr 2010 Richard B. Hoover, ein NASA-Wissenschaftler behauptet, Leben auf Meteoriten belegt zu haben. Auch dies wurde in dem “Journal of Cosmology“ publiziert. Daraufhin erhielt er den “Pigasus Award“. Dabei handelt es sich um einen Preis ähnlich wie die “Goldene Himbeere“.

Gefundene Mikrobe soll zur Gattung der Kieselalgen gehören

Die Wissenschaftler um Wainwright gehen derweil davon aus, dass Mikroben ständig auf die Erde rieseln. Was für die These der umstrittenen Forschergruppe sprechen könnte, wäre ein Beleg dafür, dass es sich bei den Mikroben um Lebensformen handelt, die so auf der Erde bislang nicht gefunden wurden. Hinsichtlich Art der gefundenen Mikroben soll es sich jedoch um eine Art der Gattung Nitzsche spec. handeln. Dies wäre allerdings eine Kieselalgenart. Wie diese im Weltraum allerdings ohne schützende Atmosphäre Photosynthese betreiben soll, erklärt die Forschergruppe nicht. Stattdessen würde im Weltraum die Strahlendosis der Sonne jegliche Lebensform auslöschen. Deshalb ist wohl eher davon auszugehen, dass die gefundene Lebensform von der Erde stammt und mit der Verdunstung und möglichen Winden in die Höhe der Stratosphäre gelangt ist.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.