Sport

WM-Kampf Murray vs. Sturm- ein grandioser Kampf

Trotz anderslautender Pressestimmen einiger Nachrichtenquellen verlief der gestrige WM-Kampf im Mittelgewicht des WBA-Verbandes in Mannheim spannend,  Martin Murray und WM-Gürtelinhaber Felix Sturm lieferten sich einen grandiosen Kampf. Am Ende entschieden die Punkterichter auf Remis, damit behält der amtierende Weltmeister seinen Titel, Sturm darf sich weiterhin als Weltmeister bezeichnen. Doch nach dem Kampf zeigte sich Sturm wenig weltmeisterlich.

Auch wenn die Kommentatoren von Sat1 Sturm stets in Führung sahen, und Sturm selber sich als Sieger wähnte, Murray war ein würdiger Gegner auf Augenhöhe. Beide Boxer gingen mit hoher Geschwindigkeit und hoher Schlagfrequenz über die vollen 12 Runden. Sturm hatte angekündigt, seinen Boxstil verbessert zu haben, er befand sich meistens im Vordergang, zudem war seine Doppeldeckung nicht schlecht. Mehrere Linke trafen Murray, zuweilen landete Sturm auch mit seiner rechten einen Treffer. Doch dem Angriffsdrang Sturms setzte Murray immer wieder Schlagkombinationen entgegen, die zwar meist in der Doppeldeckung seines Kontrahenten hängenblieben, doch die Seitwärtshaken von Murray trafen Sturm etliche Male.

Erstaunlicherweise hielten beide Boxer das hohe Tempo, beide waren nach dem Kampf gezeichnet. Nach Bekanntgabe der Entscheidung zeigte sich Sturm entrüstet, kurz nach dem Kampf stellte er die Behauptung auf, er habe mehr und deutlichere Wirkungstreffer erzielt, Murray habe kaum Wirkungstreffer landen können. Die Blessuren auf dem Gesicht von Sturm sprechen aber von einer anderen Realität, beide Kämpfer haben sich in Augenhöhe einen spannenden Kampf geliefert. Auf die Nachfrage nach einem Rematch verneinte Sturm dieses Anliegen, obschon Murray eine weitere Chance sehr wohl verdient hätte.

In seiner Statistik hat Sturm nun in 40 Profikämpfen 36 Siege (davon 15 durch K.O.), zwei Unentschieden und zwei Niederlagen davon getragen. Die Bilanz von Murray sieht nicht schlechter aus, in 23 Begegnungen konnte Murray 21 Siege (davon acht K.O.) und zwei Unentschieden einfahren.



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