Politik

Wulff: Eigene Partei rät zum „Ende mit Schrecken“

Bundespräsident Christian Wulff gerät innerhalb seiner eigenen Partei zunehmend unter Druck. Mit dem CDU-Abgeordneten Karl-Georg Wellmann fordert nun erstmals ein Unionsabgeordneter öffentlich Wulffs Rücktritt. Der Berliner Bundestagsabgeordnete Wellmann sagte dem ZDF, dass er davon ausgehe, dass die Diskussion so schnell nicht enden werde und die Dinge auch in einem Jahr noch nicht vergessen sein würden.

Wulff: Vergleich mit Napoleon vor der Abdankung

Deshalb sei „Ein Ende mit Schrecken besser“, so Wellmann weiter. Der Abgeordnete sieht das Amt des Bundespräsidenten bereits jetzt beschädigt. Derweil sickert immer mehr durch, dass die Unterstützung für Wulff innerhalb der Union dramatisch sinke. Als möglicher Kandidat für die Wulff-Nachfolge gilt derweil Verteidigungsminister Thomas de Maizière. Dieser genieße sowohl in der Union als auch in der Opposition großes Ansehen, heißt es. Derweil denkt Wulff selbst nicht an Rücktritt. Mittlerweile wirkt der Präsident wie Napoleon kurz vor der Abdankung. Sich sträubend und die Realität verkennend, igelt sich Wulff in seinen Amtssitz ein. Sein bisheriges, durchaus positives Wirken ist er indes dabei vollends, zu verspielen. Am Ende bleiben nicht seine positiven Impulse, zum Beispiel die Beantwortung der Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, in Erinnerung, sondern das Festhalten am Amte, wie ein Kind dem man seinen geliebten Lutscher entreißen will.



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