Gesellschaft

Wulff: Facebook-Aktivisten wollen Wulff den Schuh zeigen

„Wulff den Schuh zeigen“ lautet ein Aufruf bei Facebook, der dazu animieren soll, dem Bundespräsidenten am kommenden Samstag in der Zeit zwischen 6:00 Uhr und 8:00 Uhr vor dem Schloss Bellevue öffentlich den Schuh zu zeigen. Diese im Islam als Zeichen der besonderen Missachtung einer Person bekannte Geste, soll nun auch auf Wulff übertragen werden. Unter dem Motto „SHOE FOR YOU M. PRESIDENT“ soll Wulff die Missachtung seiner Person durch die Bürger Ausdruck verliehen werden. Dieser Wunsch wurde mehrfach in den zahlreichen Kommentaren im Artikel „Wulff: Rücktritt immer wahrscheinlicher“ geäußert.

Facebook-Aktivisten: Wulff an eigenen Worten messen

Insbesondere das Verhalten Wulffs im Zusammenhang mit der damaligen Flugaffäre vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau ruft Wut und Empörung bei den Bürgern hervor. Wulff hatte damals öffentlich den Rücktritt von Johannes Rau gefordert. Er sagte damals wörtlich „Wir brauchen einen unbefangenen Bundespräsidenten“. Die Facebook-Aktion will Wulff nun an seinen eigenen Worten messen und dient dazu das „Kleben am Amt“ in Bezug auf Wulff durch Zeigen des Schuhs in besonderem Maße zu kritisieren. Die Facebook-Aktivisten wollen, dass Wulff seinen damaligen Worten nun die entsprechenden Taten folgen lässt. Diese können nur in einem Rücktritt begründet sein, so die Meinung der Initiatoren der Facebook-Aktion. Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben 235 Personen ihre Teilname zugesagt, 94 wollen eventuell an der Aktion teilnehmen. Eingeladen wurden 2408 Personen.

Wulff: Interview in ARD und ZDF

Der Bundespräsident indes kehrte am heutigen Mittwoch aus seinem Urlaub zurück an den Arbeitsplatz. Heute Abend will er sich in einem Interview, welches gegen 17 Uhr bei ARD und ZDF aufgezeichnet wird, abermals öffentlich erklären. Der Deutsche Journalistenverband nennt das Verhalten von Wulff hingegen abermals unakzeptabel. Die Flucht in die öffentlich rechtlichen Sender würde kein guter Stil von Wulff darstellen, so der DJV sinngemäß. Vielmehr fordert der Deutsche Journalisten-Verband eine allgemeine Pressekonferenz mit Fragemöglichkeiten der anwesenden Journalisten.



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