Politik

Wulff: Neue Vorwürfe und immer noch kein Rücktritt

Die Staatskanzlei in Hannover bestätigte jüngst, dass das Büro von Christian Wulff an der Gästeliste für eine Veranstaltung des Party- und Eventmanagers Manfred Schmidt nach der Wahl Wulffs zum Bundespräsidenten aktiv mitgewirkt hat. Diese Tatsache wirft nun neue Fragen in Bezug auf das Verhältnis zwischen Wulff und Schmidt auf.

Niedersachsen: Polizei zur Verfügung gestellt

Der Eventmanager war auch verantwortlich für die Ausrichtung des Nord-Süd-Dialogs, jener Lobbyveranstaltung die Schmidt dem Vernehmen nach viel Geld einbrachte. Eine Einladung an Firmen wurde für 3000 Euro an Firmen versendet, die entsprechende Gästeliste habe die Staatskanzlei entworfen, so berichtet es der Stern in seiner jüngsten Ausgabe. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover gegen Schmidt wegen Bestechung und gegen Wulffs ehemaligen Sprecher Olaf Glaeseker wegen Bestechlichkeit. Glaeseker soll von Schmidt für seine Zuarbeit kostenlose Urlaube erhalten haben. Derweil sickert durch, dass sogar landeseigene Polizeikräfte zum Schutz der Veranstaltungen seitens des Landes Niedersachsen zur Verfügung gestellt wurden. Die neuerlichen Erkenntnisse setzen Bundespräsident Wulff derweil weiter unter Druck. Ob und wielange er sich noch im Amt hält, bleibt abzuwarten. Wulff selbst denkt derweil weiterhin  nicht an Rücktritt.



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