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Wulff trennt sich von seinem Sprecher

Der in der Kredit-Affäre unter Druck geratene Bundespräsident, Christian Wulff, trennt sich von seinem Sprecher. Nach den bisherigen Verlautbarungen hat Wulff seinen Sprecher Olaf Glaeseker entlassen.

Wulff: Gründe für Trennung nicht genannt

In seiner Stellungnahme deutet Wulff dies an. Er sagte wörtlich: „Ich bedaure, dass ich mich von ihm trennen musste, und wünsche ihm für weitere berufliche Herausforderungen alles erdenklich Gute“. Über die Gründe, die zur Trennung führten, schwieg Wulff sich aus. Zwölf Jahre lang waren Glaeseker und Wulff miteinander beruflich verbunden. Im Jahr 1999 wurde Glaeseker Sprecher vom damaligen Oppositionsführer Wulff im niedersächsischen Landtag. Der Aufstieg Wulffs gilt in Kenner-Kreisen nicht zuletzt als Verdienst seines Sprechers, der im Hintergrund das Dauerverlierer-Image von Wulff beseitigte. Wulff hatte zuvor in Niedersachsen zwei Landtagswahlen in Folge verloren und sich dabei dieses Image erworben. Wulff ließ Glaeseker zudem viele Freiheiten. Glaeseker trat selbstbewusst in der Medienwelt auf und wirkte bisweilen arrogant, was er aber nachweislich nicht war. Alles Selbstbewusstsein scheint jedoch nichts genutzt zu haben. Derweil macht in Berlin bereits das Gerücht vom Bauernopfer die Runde.



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