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Yahoo-Chefin Marissa Mayer ein Jahr an der Spitze

Yahoo holte vor genau einem Jahr Marissa Mayer ins Unternehmen, um die Umstrukturierung des einstigen Vorreiters des Internetzeitalters voranzutreiben.

Mayer konnte in dem Jahr seit ihrem Amtsantritt vieles angestoßen, der große Coup blieb aber offenbar bislang aus. Zumindest die Stimmung bei den Mitarbeitern von Yahoo scheint sich um ein Vielfaches verbessert zu haben.

So erhalten die Mitarbeiter ein kostenloses Mittagessen, Smartphones kostenlos, sowie kostenlose Fitness-Armbänder. Die Stimmung innerhalb von Yahoo konnte Mayer in dem Jahr seit ihrem Antritt insofern bereits verbessern. Motivierte Mitarbeiter sind jedoch eine der Grundvoraussetzungen für unternehmerischen Erfolg.

 Yahoo: Umsatzprognose nach unten korrigiert

Dass sich etwas in den Unternehmen tut, zeigt sich auch im Aktienkurs. Dieser konnte um insgesamt 70 Prozent zulegen. Trotz der eigentlich guten Stimmung hat jedoch die wirtschaftliche Basis des Unternehmens weiter gelitten. So hat Yahoo im wichtigen Werbegeschäft gegenüber Facebook und Google weiter verloren. Die Umsatzprognose für das laufende Jahr wurde nach unten korrigiert.

Grund hierfür waren Umsatzrückgänge im zweiten Quartal. Insbesondere bei den Display-Anzeigen konnten oftmals nur niedrige Werbepreise erzielt werden, die zu Einbußen bei Yahoo führten. Yahoo rechnet für das laufende Jahr mit Umsätzen im Rahmen von 4,45 bis 4,55 Milliarden US-Dollar.

Zunächst ging das Unternehmen von einem Umsatz in Höhe von 4,5 bis 4,6 Milliarden US-Dollar aus. Der Nettoumsatz sank im zweiten Quartal auf 1,071 Milliarden US-Dollar. Vor einem Jahr betrug der Nettoumsatz noch 1,081 Milliarden US-Dollar.

Marissa Mayer:  Ambitioniertes Ausnahmetalent

Ein Jahr nach dem Antritt von Mayer an der Spitze des Unternehmens ist so zumindest in Ansätzen erkennbar, wie die neue Chefin das Unternehmen wieder an die Spitze zurück bringen will. Yahoo wurde im Jahr 1994 von Jerry Yang und David Filo gegründet. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit die bekannte Suchmaschine. Schon bald baute das Unternehmen weitere Portale mit weiteren Diensten auf. Mayer galt bereits bei ihrem früheren Arbeitgeber als eine der besten und fähigsten Managerinnen.

Obwohl sie zahlreiche Produkte gestaltete und entwickelte, wurde sie jedoch nie bei Google in die obere Führungsetage gehievt. Yahoo ernannte sie hingegen sofort zum CEO. Besondere Aufmerksamkeit erreichte Mayer auch mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Kurz nach ihrem Amtsantritt bei Yahoo brachte die ambitionierte Managerin ihr erstes Kind zur Welt.

Yahoo: Tumblr gekauft und Strategie verändert

Yahoo besitzt heute noch täglich viele Nutzer. So sind täglich rund 700 Millionen Besucher auf Yahoo-Internetseiten unterwegs. Die weiterhin hohen Nutzerzahlen will das Unternehmen nun für eine neue Strategie ausnutzen. So kaufte Yahoo unter anderem die Blogging-Plattform Tumblr für den stolzen Preis von 1,1 Milliarden US-Dollar.

Andere defizitäre Geschäftsbereiche wurden zum Teil eingestellt. Die neu ausgerichtete Unternehmensstrategie sieht unter anderem überarbeitete Angebote für die mobile Nutzung von Smartphone und Tablet-PC vor. Zudem will das Unternehmen offenbar jüngere Nutzer vermehrt ansprechen. Eine weitere strategische Ausrichtung ist die Individualisierung der Angebote. Ob der eingeschlagene Weg letztlich erfolgreich ist, wird sich in den nächsten Unternehmensbilanzen ablesen lassen.



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