Gesundheit

Statistik zur Organspende in Deutschland besorgniserregend

In Deutschland gibt es immer weniger Organspender.

Die sinkenden Zahlen in der Organspende Statistik 2014 sind erschreckend, denn bereits jetzt warten Tausende von Menschen auf ein wichtiges und meist auch lebensrettendes Spenderorgan.

Durch die Transplantationsskandale in den letzten Monaten ist die Zahl der potenziellen Spender immer weiter zurückgegangen.

11.000 Menschen warten auf eine Transplantation

Mehr als 10.000 Menschen warten jeden Tag auf die Nachricht, dass ein passendes Spenderorgan gefunden wurde. Doch leider erleben nicht alle Patienten den Zeitpunkt des Eintreffens eines solchen Organs. Denn in Deutschland ist die Spendenbereitschaft weiter auf dem Rückgang. Das bedeutet; Viele Betroffene werden wohl nie ein passendes Organ bekommen.

Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) schlägt Alarm

Laut der Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) ist die Zahl der Spender dramatisch eingebrochen. Im vergangenen Jahr brach die Zahl der Organspender um rund 16 Prozent auf 876 ein. Das ist der niedrigste Wert seit dem Inkrafttreten des Transplantationsgesetzes im Jahre 1997. Somit sank die Zahl der gespendeten Organe um 13,6 Prozent und erreicht eine Zahl von 3.034.

Manipulationen bei Organtransplantationen sind schuld

Die Manipulationen bei Organtransplantationen, die in den letzten Monaten immer wieder in den Medien zu hören und zu lesen waren, sind wohl mit schuld an diesem Dilemma. Darüber hinaus wird in Sachen Organspende auch einfach zu wenig Aufklärungsarbeit geleistet.

Nur wenige Menschen haben einen Spenderausweis

Gerade einmal bei 14 Prozent der Spenden liegt ein Organspenderausweis vor. Das bedeutet, dass in den meisten Fällen die Angehörigen entscheiden müssen, ob die Organe des Verstorbenen gespendet werden sollen oder nicht. Und diese befinden sich nach einem Todesfall nicht immer in der Verfassung eine adäquate und richtige Entscheidung zu treffen.

Für den Fall der Fälle vorsorgen

Entsprechend ist es wichtig, sich bereist im Vorfeld selbst Gedanken zu machen und den Angehörigen diese schwere Entscheidung abzunehmen. Weiterhin ist aber auch die deutsche Regierung und vor allem Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) gefragt. Die Organspende muss einfach in die Köpfe der Menschen verankert werden.

Es geht um Menschleben

Mit jeder Organspende kann ein Menschenleben gerettet werden. Derzeit warten etwa 11.000 Menschen auf ein Organ. Darunter befinden sich auch nicht selten Kinder. Dennoch ist in allen Bundesländern eine dramatische Senkung der Organspenderzahlen zu verzeichnen. Am höchsten ist es jedoch in Bayern. Vielleicht weil sich hier auch einer der Transplantationsskandale ereignet.

Der Organspenderausweis als Lebensretter

Der Organspenderausweis sollte heute in jede Brieftasche gehören. Auf diese Weise könnten die Mediziner sehr schnelle erkennen, ob die Betroffene Person die eigenen Organe spenden möchte oder nicht. So verstreicht nicht wertvolle Lebenszeit für Menschen, die auf eine Spende warten. Der Organspenderausweis kann unter anderem bei den Krankenkassen angefordert werden.



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